Die Insel Pico ist vielleicht die interessanteste der neun Inseln des Azoren-Archipels und hat deshalb unsere Herzen erobert. Sie ist die jüngste aller Azoreninseln, und die schwarze Lava, die 80 % der Insel bedeckt, steht im starken Kontrast zum Blau des Meeres, in dem Wale und Delfine leben (die man von einem Boot aus beobachten kann), und zum Grün der Weinberge, deren Landschaft zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und wo man ein Glas köstlichen Weißwein probieren kann. Sie birgt den höchsten Punkt Portugals mit dem gleichnamigen Berg Pico, und die Besteigung des Piquinho zieht viele Reisende an, um die Aussicht (und den Sternenhimmel) zu genießen. Seine Anziehungskraft ist beinahe magisch – egal ob du ihn besteigst oder nicht, während deines Aufenthalts auf der Insel wird dein Blick stets zurückkehren. Die Insel Pico birgt ebenfalls die größte Lavaröhre Portugals, die Gruta das Torres, in die man hineingehen kann und dank derer wir alles begreifen können, was es auf der Oberfläche der Azoren zu sehen gibt, mit Lavafeldern und den Geheimnissen der jüngsten Vulkanausbrüche. Und natürlich umgibt Pico ein Meer, in dem man tauchen, schnorcheln oder sich einfach in wunderschönen natürlichen Pools erfrischen kann.
In diesem Inselführer versuchen wir, dir alles zu zeigen, was Pico zu bieten hat. Wir geben dir praktische Anregungen, bieten dir Reiserouten von 2 bis 7 Tagen an, schlagen dir Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants vor – alles, was du brauchst, damit deine Reise genauso unglaublich wird wie unsere.

Schau dir unseren kompletten Inselführer für die Azoren an, wenn du eine Reise auf den Archipel planst.
Inhaltsverzeichnis
- Grundlegende Fakten für eine Reise nach Pico
- Wann sollte man Pico besuchen?
- Wie kommt man nach Pico?
- Wie viele Tage sollte man auf Pico verbringen?
- Sehenswürdigkeiten auf Pico
- Karte von Pico
- Besteigung des Piquinho, des höchsten Punkts Portugals
- Wie kommt man nach Piquinho: Wie besteigt man den Berg Pico
- Besteigung des Pico: mit einem Bergführer oder auf eigene Faust?
- Preise: Wie viel kostet die Besteigung des Pico?
- Empfehlungen und Verhaltensregeln
- Das Wichtigste: Was sollte man für die Besteigung des Piquinho einpacken?
- Unsere Erfahrung: die Nachtbesteigung mit Atipico
- EN-3 Längsstraße und die Lagunen von Pico
- Lajido
- Cachorro
- Madalena, die Hauptstadt der Insel
- Museu do Vinho do Pico
- Criação Velha: Weinkultur und Moinho do Frade
- Gruta das Torres
- Mirateca hat einen künstlerischen Nachnamen: MiratecArts
- Sao Mateus
- São Caetano
- Lajes do Pico: Wal- und Delfinbeobachtung
- Calheta de Nesquim
- Ponta da Ilha
- Terra Alta
- Santo Amaro
- Prainha
- São Roque
- Die besten Wanderwege auf Pico
- Wo kann man auf Pico tauchen?
- Unterkünfte auf Pico: die besten Gegenden
- Die besten Restaurants auf Pico
- Reiserouten auf Pico
- Transport: Miete ein Auto auf Pico
- Wie viel kostet eine Reise nach Pico?
- Nützliche Apps für Reisen auf Pico
- Empfehlungen, um Pico als verantwortungsbewusster Tourist zu erleben
- Checkliste: Was du für Pico in deinen Rucksack/Koffer packen solltest
Grundlegende Fakten für eine Reise nach Pico
Pico ist die zweitgrößte Insel des Azoren-Archipels (direkt nach São Miguel), aber die viertbevölkerungsreichste (denk daran, dass 80 % ihres Territoriums aus erstarrter Lava bestehen). Auf ihr befindet sich der höchste Punkt Portugals, der Piquinho, mit 2351 Metern Höhe, und der dritthöchste Punkt des Atlantiks nach dem Teide auf den Kanarischen Inseln und dem Fogo-Vulkan auf den Kapverdischen Inseln, Nachbarinseln innerhalb der Makaronesien, zu denen auch die Azoren gehören. Geologisch betrachtet ist Pico die jüngste Insel der Azoren , ein Kind von etwa 250.000 Jahren im Vergleich zu den anderen (die Großmutter Santa Maria ist 6 Millionen Jahre alt). Sie ist auch eine Insel voller Geheimnisse (die vier Zonen mit jüngsten Vulkanausbrüchen).
Sprache: Portugiesisch
Währung: Euro
Bevölkerung: 14.000 (im Jahr 2021)
Beste Reisezeit: Die beste Zeit ist normalerweise der Sommer, wobei man Juli und August vermeiden sollte. Mehr Infos zur besten Reisezeit findest du hier.
Aufenthaltsdauer: Wir empfehlen 5 Tage. Idealerweise 1 Woche. Mehr Infos findest du hier.
Anreise: Direktflüge gibt es nur von Lissabon (mit Sata). Ansonsten kannst du zu einer anderen Insel fliegen und von dort mit Sata nach Pico weiterreisen (wir empfehlen dir, Flugvergleichsportale wie Skyscanner und Kiwi zu nutzen und bei den Reisedaten flexibel zu sein). Eine weitere Möglichkeit ist, zu einer der benachbarten Inseln zu fliegen (am einfachsten ist Faial) und von dort mit dem Boot (30 Minuten, ganzjährig und mehrmals täglich) nach Pico zu fahren. Mehr Infos findest du hier
Unterkunft: Am besten übernachtest du in Madalena oder Umgebung (wir haben ein paar Nächte in Vinhas do Calhau verbracht). Wir empfehlen auch die Gegend um Lajido, wo wir im Baco’s Vineyard übernachtet haben. Mehr Infos zu Unterkünften findest du hier.
Was du mitbringen solltest: Eine gute Reiseversicherung (über diesen Link bekommst du 5 % Rabatt auf die Versicherung, die wir immer abschließen) und hier ist die Liste der Dinge, die du für diese Reise in deinem Rucksack haben solltest
Fortbewegung: Am besten mietet man ein Auto. Wir haben das bei Autatlantis gemacht und waren begeistert: neue Autos und die besten Franchise-Bedingungen. Finde dein Auto zum besten Preis bei DiscoverCars. Mehr Infos findest du hier.
Tagesbudget: Ab 70 € pro Tag und Person (ca.) für eine einwöchige Reise. Mehr Infos zum Budget findest du hier
Zeitzone: UTC +0. Die Zeit auf den Azoren (Portugal) ist eine Stunde weniger als auf dem portugiesischen Festland
Die Bewohner der Insel Pico werden als Picaroto/a oder Picoense (wir haben auch irgendwo Piquense gelesen) bezeichnet, und anscheinend sind alle diese Bezeichnungen korrekt. In diesem Reiseführer haben wir uns für die erste Bezeichnung, Picarota/o, entschieden, weil wir diese in den Wochen, die wir auf der Insel verbracht haben, am häufigsten gehört haben und, ehrlich gesagt, weil sie uns am besten gefällt.


Wann sollte man Pico besuchen?
Die besten Monate für eine Reise nach Pico sind Mai bis Oktober, wobei Juli und August als die Monate mit dem meisten Tourismus vermieden werden sollten. Juni und September sind in der Regel die besten Monate, mit gutem Wetter, angenehmen Wassertemperaturen und weniger überfüllten Touristenorten. Für die Besteigung des Berges sind ebenfalls Frühling und Sommer in der Regel besser geeignet, aber Vorsicht im Juli und August! Die Genehmigungen für die Besteigung des Piquinho sind schnell ausverkauft und müssen im Voraus gebucht werden.
April und Mai sind normalerweise die besten Monate für Walbeobachtungen (mit der Möglichkeit, den großen Blauwal zu sehen).
Was das Klima angeht, ist der Sommer zweifellos die beste Zeit, mit höheren Temperaturen, geringerer Regenwahrscheinlichkeit und der Möglichkeit, die natürlichen Pools zu genießen. Auf jeden Fall ist das Wetter auf Pico (und auf den Azoren im Allgemeinen) sehr unbeständig, sodass es zu keiner Jahreszeit Garantien gibt (es heißt oft, dass man an einem Tag alle vier Jahreszeiten erleben kann).

Wetterkarte von Pico mit Temperaturen und Regentagen pro Monat:
| Monat | Durchschnittstemperatur | Durchschnittstemperatur (Wasser) | Regentage |
|---|---|---|---|
| Januar | 15 | 16 | 10 |
| Februar | 14 | 16 | 9 |
| März | 15 | 16 | 9 |
| April | 15 | 16 | 8 |
| Mai | 17 | 17 | 6 |
| Juni | 19 | 19 | 5 |
| Juli | 21 | 22 | 3 |
| August | 23 | 23 | 5 |
| September | 22 | 22 | 7 |
| Oktober | 19 | 21 | 10 |
| November | 17 | 19 | 10 |
| Dezember | 16 | 17 | 12 |
| Monat | Durchschnittstemperatur | Durchschnittstemperatur (Wasser) | Regentage |

Wenn du Musikfestivals und andere Kunstformen magst, gibt es im Juni das Azores Fringe Festival (organisiert von Terry Costas MiratecArts, das neben der Insel Pico auch Veranstaltungen auf den anderen Inseln des Azoren-Archipels umfasst) und im August das Cais Agosto.
Während unseres Besuchs auf Pico hatten wir das Glück, dass gerade das Azores Fringe Festival 2021 im Miratec Arts stattfand, wo wir verschiedene Kunstwerke anschauen, Minikonzerte besuchen, lokale Weine und Käsesorten probieren und sogar eine Queimada Galega verkosten konnten!

Wie kommt man nach Pico?
Direktflüge nach Pico gibt es nur vom portugiesischen Festland aus. Wenn du also aus einem anderen Land anreist, fliegst du am besten nach Ponta Delgada (auf São Miguel) oder auf eine andere Insel (sollte es dorthin eine Direktverbindung aus deinem Herkunftsland geben) und von dort aus dann mit Sata, der regionalen Fluggesellschaft der Azoren, nach Pico weiter.
Die Alternative und oft günstigere Variante ist ein Flug innerhalb Portugals, wo es Billigflüge nach Terceira/São Miguel gibt (und von dort mit Sata nach Pico) oder sogar eine Direktverbindung zwischen Lissabon und Pico mit Sata, die, wenn die Daten passen (es gibt nur an wenigen Tagen in der Woche Flüge), in der Regel die schnellste und günstigste Option ist. Wir empfehlen dir, bei den Terminen flexibel zu sein und Preisvergleichsportale wie Skyscanner und Kiwi.com (die auch Sata-Flüge anbieten) zu nutzen.

Eine weitere Möglichkeit, Pico zu erreichen, ist mit dem Boot von einer der benachbarten Azoreninseln aus. Es gibt 4 Linien, die Pico anlaufen:
- Von Faial, der nächstgelegenen Insel, dauert die Fahrt nur 30 Minuten (3,60 €), und es gibt das ganze Jahr über täglich Verbindungen (mehrere Boote pro Tag, im Sommer häufiger). Alle Linien bedienen diese Strecke.
- Von São Jorge aus dauert die Fahrt 1:30 Stunden (10,50 €), ebenfalls täglich das ganze Jahr über. 3 Linien bedienen diese Strecke
- Von Graciosa und Terceira gibt’s eine Verbindung, die aber sehr viel seltener verkehrt (nur im Sommer – mit Zwischenstopp in São Jorge – an zwei Tagen pro Woche). Zwei Linien bedienen diese Strecke

Unter https://www.atlanticoline.pt/ kannst du die Fahrpläne der Fähren einsehen und Tickets kaufen (obwohl die Fahrpläne und Routen hier in der Regel viel besser erklärt sind).
Hier ist eine Karte mit den vier Linien (blau, grün, lila und weiß), die die fünf Inseln der zentralen Gruppe der Azoren verbinden 🙂

Wenn du wie wir mit dem Boot ankommst, besteht ein ganz besonderer Reiz darin, eine Art Meeres-Tor zu passieren, das von den Inselchen Madalena, Ilhéus Deitado (liegende Insel) und Ilhéu em Pé (stehende Insel) gebildet wird.
Wie viele Tage sollte man auf Pico verbringen?
Wir empfehlen mindestens 3 Tage, obwohl du dir idealerweise zwischen 5 Tagen und einer Woche Zeit geben solltest, um alles zu entdecken, was Pico zu bieten hat, die Gelegenheit zu nutzen, sich in den natürlichen Pools zu entspannen, wenn du im Sommer reist, und einen Puffer zu haben, falls eines der Vorhaben aufgrund des Wetters ausfällt. Aus diesem Grund schlagen wir verschiedene Arten von Reiserouten vor, die mehr oder weniger Tage umfassen.

Reiseversicherung für die Azoren
Weißt du, was in deinem Gepäck auf keinen Fall fehlen darf? Eine gute Reiseversicherung! Wir arbeiten mit mehreren spezialisierten Reiseversicherungen zusammen, und bei einigen davon erhältst du einen Rabatt, wenn du über uns buchst:
Die Versicherung deckt, für den Fall, dass dir während deines Portugal-Aufenthalts etwas passiert, nicht nur die medizinische Versorgung, sondern auch Vorfälle ab, die im Zusammenhang mit Reiseabenteuern wie Wandern, Kajakfahren, Schnorcheln und Tauchen stehen. Eine Reiseversicherung kann ebenfalls helfen, sollte etwas mit deinem Gepäck schiefgehen (Beschädigung, Diebstahl, Verspätung, Verlust) oder dein Flug sich verspäten oder gestrichen werden (oder du aufgrund einer Verspätung deinen Anschlussflug verpassen).
Lies dir die Versicherungsbedingungen jeder Police sorgfältig durch und schließ die Versicherung ab, die deinen Bedürfnissen am besten entspricht.
Sehenswürdigkeiten auf Pico
Hier findest du eine Übersicht über die Sehenswürdigkeiten in Pico, und darunter findest du die Karte und spezifische Infos zu jedem Ort.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Pico
- Besteigung des Piquinho, des höchsten Punkts Portugals
- Bewundere die Weinberglandschaft zwischen Vulkangestein, Meer und Windmühlen (UNESCO-Weltkulturerbe) und probiere den leckeren Weißwein.
- Erkunde Portugals größte Lavaröhre und erfahre, wie die Azoren entstanden sind.
- Schau dir Delfine und Wale in freier Wildbahn vom Boot aus aus nächster Nähe an.


Karte von Pico
Hier findest du alle Sehenswürdigkeiten in Pico, die wir in diesem Reiseführer erwähnen, auf einer Google Maps-Karte, die du auf deinem Smartphone speichern und jederzeit einsehen kannst.
Hier findest du auch eine touristische Karte mit den Straßen von Pico (klicke auf das Bild, um es in größerer Größe und Auflösung herunterzuladen).

Besteigung des Piquinho, des höchsten Punkts Portugals
Einer der Gründe, warum die Insel Pico so viele Leute anzieht, ist sicher die Besteigung des mit 2351 Metern höchsten Bergs Portugals. Zuerst mal klären wir die Begriffe, die wir auf der Insel gelernt haben: Pico ist die Insel, die Montanha de Pico ist der Berg und der Gipfel des Berges ist der Piquinho (in Portugal lieben wir Diminutive). Wie uns während unseres Aufenthalts dort erklärt wurde, sind dies die korrekten Begriffe. Sei also nicht überrascht, wenn dich jemand aus der Gegend mit einem verschmitzten Lächeln korrigiert, wenn du sagst, du willst „den Pico besteigen“, obwohl du eigentlich „die Montanha besteigen“ oder „den Piquinho besteigen“ willst.
Wichtig! Besonders im Sommer empfehlen wir dir, deinen Aufstieg zum Piquinho so früh wie möglich zu buchen, da die Kapazitäten auf dem Berg begrenzt sind und die Nachfrage hoch ist.

Der „Piquinho” – der höchste Punkt des Pico-Berges – ist mit seinen 2351 Metern der höchste Punkt Portugals. Um den Piquinho zu erreichen, musst du 47 Wegmarkierungen (Holzpfähle) passieren, von denen einige aufgrund der Beschaffenheit des Geländes oder der Steilheit schwieriger zu überwinden sind als andere. Es handelt sich – vom Startpunkt der Casa da Montanha aus (1230 Meter über dem Meeresspiegel) bis zum Piquinho auf 2351 Metern -um einen Aufstieg von 1121 Höhenmetern. Insgesamt sind es 8 km ( 4 km bergauf und 4 km bergab), die durch vulkanisches Gestein – an einigen Stellen rutschig und steil – und durch Felsen und loses Vulkangestein führen, weshalb eine gute körperliche Verfassung wichtig ist.

Für die Besteigung des Pico gibt es eine maximale Kapazität von 320 Personen pro Tag für den Auf- und Abstieg , davon 160 Personen gleichzeitig. Du musst deine Besteigung also so früh wie möglich im Voraus in der Casa da Montanha buchen, vor allem in der Hochsaison. Dieser obligatorische Durchgangspunkt vor Beginn des Aufstiegs dient dazu, dir Informationen, Empfehlungen und Regeln mit auf den Weg zu geben, die Wanderer zu registrieren und zu kontrollieren und dir ein GPS-Gerät auszuhändigen, das für eine unter Umständen nötige Rettung unerlässlich ist. Du kannst den Aufstieg mit einem zertifizierten Führer oder auf eigene Faust machen, wir empfehlen jedoch, ihn mit einem Führer zu machen (weitere Informationen dazu findest du weiter unten ).

Wie kommt man nach Piquinho: Wie besteigt man den Berg Pico
Es gibt drei Möglichkeiten, den Berg Pico zu besteigen:
- Tagsüber: Du steigst tagsüber auf und ab. Normalerweise startest du zwischen 7:00 und 8:30 Uhr morgens, je nach Jahreszeit und Wetterbedingungen. Ungefähre Dauer: 8 bis 9 Stunden.
- Nachts: Du steigst nachts auf, siehst den Sonnenaufgang am Piquinho und kommst am Morgen wieder runter. Du startest den Aufstieg normalerweise zwischen 1:00 und 3:00 Uhr (je nach Sonnenaufgangszeit), bewunderst den Sonnenaufgang und kommst gegen 12:00 Uhr wieder runter. Ungefähre Dauer: 9 bis 10 Stunden. Das war die Variante, für die wir uns entschieden haben, und weiter unten erklären wir dir auch, warum wir sie empfehlen.
- Mit Übernachtung: Du steigst am Nachmittag gegen 16:00 Uhr auf, schaust dir den Sonnenuntergang auf dem Gipfel an, steigst zum Krater des Vulkans hinab, um dort zu zelten und die Nacht zu verbringen, steigst wieder auf, um den Sonnenaufgang am Piquinho zu beobachten, und steigst dann wieder hinab, um gegen 12:00 Uhr unten anzukommen. Bei dieser Variante musst du bedenken, dass du bei dem ohnehin schwierigen Aufstieg das zusätzliche Gewicht der gesamten Campingausrüstung (Zelt, Matratze, Verpflegung usw.) zu tragen hast und die Kälte in der Nacht aushalten musst. Ungefähre Dauer: 20 Stunden.

Besteigung des Pico: mit einem Bergführer oder auf eigene Faust?
Egal, für welche Variante du dich entscheidest (tagsüber, nachts oder mit Übernachtung), wir empfehlen aus mehreren Gründen den Aufstieg mit einem zertifizierten Bergführer:
- Der Weg, der immer auf Vulkangestein verläuft, kann ziemlich rutschig sein und ist für den Auf- und Abstieg identisch, mit Ausnahme eines kleinen Abschnitts, der zwei Varianten hat (der Abstieg erschien uns sehr schwierig, schwieriger als der Aufstieg): Manchmal müssen die Hände den Füßen helfen, und manchmal sind die Trekkingstöcke unsere besten Freunde. Um zu wissen, wann man die Hände und wann man die Stöcke benutzen muss, sind die Hinweise des Führers Gold wert.
- Die Wetterbedingungen in den Bergen sind härter als auf Meereshöhe: Es ist kälter (etwa 10 °C weniger) und wenn die Sonne scheint, gibt es keinen Schatten. Außerdem können sich die Wetterbedingungen während des Auf- oder Abstiegs drastisch ändern (Wind, Regen, Nebel), was die Route schwieriger macht. Der Bergführer hat den Auf- und Abstieg bereits unter verschiedenen Wetterbedingungen gemacht und weiß, wie er dir helfen kann, ihn psychisch und physisch bestmöglich zu bewältigen.
- Selbst jemand mit Bergsteigererfahrung kennt nicht die Besonderheiten dieses Berges und die Tricks des Bergführers, der den Berg wie seine Westentasche kennt, was von unschätzbarem Wert ist.
- Wenn du mit einem Bergführer unterwegs bist, bekommst du viele zusätzliche Informationen über die endemische Flora und Fauna sowie über die Geschichte der Insel, die du alleine verpassen würdest.

Wenn du aber denkst, dass du den Aufstieg und Abstieg gut alleine schaffen kannst, sag einfach bei Casa da Montanha Bescheid, dass du das vorhast. Dort wird man dir sagen, wie die Wetterbedingungen oben für die nächsten Stunden sind und ob sie dir den Aufstieg empfehlen oder nicht.

Wenn du mit einem Guide aufsteigst, sind die obligatorische Reservierung und Bezahlung bei der Casa da Montanha vor dem Aufstieg im Preis inbegriffen und werden von dieser Person/Agentur verwaltet. Wenn du alleine aufsteigst, musst du selbst bei Casa da Montanha reservieren und bezahlen: Hier findest du die Kontaktdaten und hier die Verhaltensregeln. Es ist zum Beispiel striktestens verboten, die markierte Route zu verlassen oder zu zelten (du darfst nur im Krater übernachten, wenn du das vorher gemeldet und bezahlt hast). Hier sind die anderen Verhaltensregeln.

Preise: Wie viel kostet die Besteigung des Pico?
- Besteigung des Pico mit einem Guide (inklusive Aufstiegsgebühr und Verwaltung, Versicherung und zertifiziertem Guide):
- Die Tagesbesteigung kostet zwischen 50 € und 75 € pro Person.
- Die Nachtbesteigung kostet zwischen 75 € und 89 € pro Person.
- Die Übernachtungsbesteigung kostet zwischen 120 € und 140 €, je nach Agentur und Saison.
- Aufstieg auf den Pico auf eigene Faust: Bei der Casa da Montanha musst du die Aufstiegsgebühr bezahlen:
- Aufstieg zum Krater: 15 €;
- Aufstieg auf den 2351 Meter hohen Piquinho: 25 €;
- Aufstieg mit Übernachtung im Krater: 35 €;
Die Preise findest du auf der Website der Casa da Montanha hier. Wenn du auf den Azoren wohnst, musst du die Gebühr nicht bezahlen, aber du musst dich trotzdem anmelden und dein GPS mitbringen.

Empfehlungen und Verhaltensregeln
- Jemand von der Casa da Montanha (falls du auf eigene Faust unterwegs bist) oder dein Guide (falls du die Route mit einem zertifizierten Guide machst) gibt dir eine Einweisung und ein GPS-Gerät, das du in deinem Rucksack mitnimmst. Das GPS ist echt wichtig (nimm es niemals aus deinem Rucksack), denn falls was schiefgeht und du die Route nicht alleine beenden kannst, kannst du mit dem GPS Kontakt aufnehmen und um Hilfe bitten. Sei vorsichtig! Die Rettung erfolgt nicht, wie du vielleicht denkst, per Hubschrauber, sondern durch eine Gruppe freiwilliger Feuerwehrleute, die mit der Ausrüstung hinaufsteigen und dich zu Fuß hinunterbringen. Außerdem ist das nicht billig, und wenn du gegen eine der Regeln verstoßen hast, musst du die Rettung aus eigener Tasche bezahlen… Denk auch daran, dass es im Krater keinen Empfang und keine Kommunikationsmöglichkeiten gibt. Wenn du also über Nacht bleibst und kommunizieren möchtest, musst du den Krater verlassen, um Empfang zu haben.
- Wenn du Knie- und/oder Herzprobleme hast, noch nie etwas in dieser Art gemacht hast und/oder nicht körperlich fit bist, solltest du deinem Körper diesen Aufstieg und Abstieg nicht zumuten. Erzwinge keine Rettung!
- Es ist ausdrücklich verboten, Pflanzen oder geologische Formationen zu sammeln oder zu zerstören, Abfälle jeglicher Art auf dem Berg zu hinterlassen, von der markierten Route abzuweichen, die Ruhe des Ortes zu stören, Lagerfeuer zu machen, Fahrräder oder motorisierte Fahrzeuge zu benutzen, Sportarten auszuüben, die die Ökologie und Geologie des Berges stören könnten, oder Handlungen vorzunehmen, die das ökologische Gleichgewicht des Ortes stören, sowie zu zelten, außer bei Übernachtungen im Krater mit vorheriger Bezahlung und Genehmigung durch die Casa da Montanha.

Das Wichtigste: Was sollte man für die Besteigung des Piquinho einpacken?
- Trekkingschuhe haben wir von Columbia.
- Wasserdichte Regenjacke
- Leichte warme Jacke (wenn sie wasserdicht ist, umso besser)*.
- Bequeme Hose/Bergsteigerhose
- Sweatshirt
- Thermo-T-Shirt und Leggings*.
- Halswärmer
- Mütze und Handschuhe*.
- Socken (ein Ersatzpaar)
- Mütze oder Cappy, die Sonne ist echt stark
- Trekkingstöcke: Wenn du mit einem zertifizierten Guide unterwegs bist, frag vorher, ob sie Stöcke zur Verfügung haben, die du benutzen kannst, da die Stöcke, die wir haben, manchmal aufgrund von mangelnder Erfahrung nicht die geeignetsten sind.
- Eine Wasserflasche wie diese, damit du immer Wasser dabei hast. Außerdem vermeidest du so Einwegplastik.
- Korallenriff-freundliche Sonnencreme, d. h. frei von korallenschädigenden Chemikalien, ohne Oxybenzon und nicht an Tieren getestet, wie diese oder diese.
- Nimm das GPS, das du in der Casa da Montanha bekommst, niemals aus deinem Rucksack.

*Diese Liste basiert auf der Nachtbesteigung. Einige der Dinge auf dieser Liste sind für die Tagesbesteigung nicht nötig (da es nicht so kalt ist), aber denk dran, dass es auf 2351 Metern Höhe immer etwas kälter ist, egal zu welcher Tageszeit du unterwegs bist. Wenn du dich auch dafür entscheidest, die Nacht im Krater zu verbringen, musst du dieser Liste alles hinzufügen, was du für die Übernachtung brauchst: Zelt, Matratze, Essen, mehr Wasser usw. Wenn du die Tour mit einem zertifizierten Guide machst, ist die Ausrüstung für die Übernachtung normalerweise im Preis inbegriffen, sodass du nicht alles, was du für die Übernachtung brauchst, im Flugzeug auf deiner Reise zur Insel mitnehmen musst (außer wenn du die Besteigung auf eigene Faust machst).

Unsere Erfahrung: die Nachtbesteigung mit Atipico
Wir haben das Abenteuer, den höchsten Punkt Portugals zu besteigen (und wieder abzusteigen), mit einem zertifizierten Guide gemacht, in diesem Fall mit Nuno von Atipico , und es hat uns super gefallen. Monica und Nuno (das Gründerpaar von Atipico) sind echt klasse. Wenn du dich also schon für eine Besteigung mit einem Guide entschieden hast, zögere nicht! Du kannst dir ihre Website hier ansehen, ihnen direkt eine E-Mail an atipicoazores@gmail.com schicken oder sie unter +351 919 991 776 anrufen / eine WhatsApp-Nachricht senden.
Wichtig! Vor allem im Sommer empfehlen wir dir, deine Besteigung des Piquinho so früh wie möglich zu buchen, weil die Kapazitäten auf dem Berg begrenzt sind und die Nachfrage hoch ist.

Letztendlich haben wir uns für die Nachtbesteigung entschieden, weil wir den Sonnenaufgang auf dem Piquinho sehen wollten und uns die Übernachtung aus mehreren Gründen nicht überzeugt hat. Nachdem wir es gemacht haben, empfehlen wir die Nachtbesteigung, weil:
- Wir mussten weder das zusätzliche Gewicht der Übernachtungsausrüstung tragen noch mehrere Stunden in der Kälte verbringen.
- Die Nachtbesteigung schien uns „mental” besser zu passen: Wir hatten keine Ahnung, „wie weit” wir noch gehen mussten.
- Wir konnten den unglaublichen Sonnenaufgang bewundern
- Wir sind ein paar Stunden nach dem Aufstieg wieder runtergegangen, sodass unsere Beine nicht zu sehr „abgekühlt” waren und als die üblichen „Beschwerden” auftraten, waren wir schon wieder unten.

Diese Entscheidung ist, wie alles, was wir veröffentlichen, eine Meinung, die nur auf unseren persönlichen Erfahrungen basiert. Wir sagen nicht, dass es nicht magisch ist, im Krater des Vulkans zu schlafen, auf dem sich der höchste Punkt Portugals befindet, aber wir finden es wichtig, auf das zusätzliche Gewicht und die Kälte in der Nacht hinzuweisen: Wir wollten weder darauf angewiesen sein, dass der Guide unseren Rucksack tragen muss, weil wir ihn nicht mehr tragen konnten (soll schon vorgekommen sein), noch stundenlang in der Kälte ausharren, um den Sonnenuntergang zu sehen, wenn wir ihn auch ohne Extragepäck oder stundenlanges Frieren sehen konnten.

Wir haben Nuno um 1:30 Uhr morgens in der Casa da Montanha getroffen und wollten eigentlich noch ein bisschen länger schlafen, um mit voller Energie loszulegen… Obwohl wir um 21 Uhr ins Bett gegangen sind, konnten wir vor Aufregung über das bevorstehende Abenteuer kaum einschlafen. Wir kletterten 3,5 Stunden lang mit ein paar Pausen, aber weil wir uns mit Nuno, mit dem wir viele Gemeinsamkeiten entdeckten, ständig über Reisen unterhielten, fiel uns der Aufstieg entlang der 47 Wegmarkierungen leichter als gedacht. Der Sternenhimmel war unglaublich schön und der Mond war fast voll, sodass wir manchmal nicht mal unsere Stirnlampen brauchten (bei Neumond ist der Himmel noch beeindruckender).

Um den Piquinho zu erreichen,mussten wir einen Aufstieg mit 40º Neigung bewältigen, was erklärt, warum manche Leute, wenn sie den Krater erreichen, müde werden und dort bleiben, ohne den Piquinho zu erreichen. Bereits auf 2351 Metern, dem höchsten Punkt Portugals, angekommen warteten wir in der Wärme, die aus den schwefelreichen Fumarolen des Pico-Berges kam. Obwohl der letzte Ausbruch vor mehr als 300 Jahren, im Jahr 1718, stattfand, ist der Berg immer noch aktiv.

Endlich begann die Sonne zaghaft aufzugehen, und wir genossen einen der bis heute schönsten Sonnenaufgänge, die wir in unserem Leben gesehen haben. Langsam wichen die Wolken zurück und zu Tage trat eine wunderschöne Landschaft, wobei die benachbarten Inseln in orangefarbenes Licht getaucht waren. Unter uns lagen: Faial, São Jorge, Terceira (die man normalerweise nicht so oft zu sehen bekommt) und sogar das Flackern des Leuchtturms von Graciosa! Wir konnten also einen Blick auf alle fünf Inseln der Zentralgruppe der Azoren werfen.

Nuno bot uns einen heißen Tee an, um auf dieses Spektakel anzustoßen (und sogar etwas Néveda, einen typischen lokalen Likör, den ein anderer der Guides, die wir oben getroffen hatten, mitgebracht hatte), und als unsere Gedanken und Herzen erfüllt waren von Schönheit und dem Gefühl der gemeisterten Herausforderung, begannen wir den Abstieg, ehe unsere Beine zu kalt wurden.

Trotz der unglaublichen Landschaften empfanden wir den Abstieg als anstrengender und schwieriger. Aus diesem Grund brauchten wir für den Abstieg länger als für den Aufstieg: 4 Stunden. Das Gelände ist rutschig und steil, und man muss sich ständig sehr konzentrieren, um nicht auszurutschen und zu stürzen. Wir sind uns bewusst, dass Nunos Tricks (und Gespräche) unverzichtbar waren, um sicher und glücklich unten anzukommen.


Randomtrip-Schwierigkeitsgrad: Schwierig. Obwohl es „nur” insgesamt 8 km sind, 4 km bergauf und 4 km bergab (unserer Meinung nach schwieriger als der Aufstieg), ist es eine schwierige Route, sowohl wegen des vulkanischen Gesteins, das manchmal rutschig ist, als auch wegen des Gefälles (vor allem die 40º-Steigung vor dem Piquinho, wenn man schon müde ist) und der Belastung für die Knie beim Abstieg. Es ist wichtig, gute Wanderschuhe zu tragen (besser als Turnschuhe, um die Knöchel zu schützen), eine warme Jacke für den Piquinho mitzunehmen und – unserer Meinung nach – einen zertifizierten Guide zu engagieren.

Die Erfahrung, vom höchsten Punkt Portugals aus den Himmel zu berühren, ist eine der herausragendsten Erfahrungen, die wir auf unseren Reisen gemacht haben. Die Tage, die folgten, nachdem wir „den Berg” von seinem höchsten Punkt aus begrüßt hatten, waren absolut faszinierend. Jedes Mal, wenn wir ihn von unten betrachteten, schien es fast unwirklich, dass wir dort oben gewesen waren. Es war nicht nur das Gefühl der persönlichen Errungenschaft, sondern die Reflexion darüber, wie klein wir angesichts dieser Unermesslichkeit sind oder die unglaubliche Erfahrung, einen neuen Tag vom höchsten Punkt Portugals aus zu beginnen. Der Berg Pico hat etwas Magisches an sich, einen Magnetismus beinahe, das dazu führt, dass man, egal wo man sich auf der Insel befindet (oder sogar auf benachbarten Inseln, von denen aus man ihn sehen kann), egal zu welcher Uhrzeit, wissen möchte, wie er gerade aussieht. Manchmal trägt er einen Hut, manchmal einen Schal, manchmal ist er komplett von einer Wolkendecke bedeckt, und manchmal entblößt er sich und zeigt sich in seiner ganzen Pracht.

Falls Atipico für deine Termine keine Plätze mehr frei hat, kannst du die Tagesbesteigung zum Piquinho hier oder die Nachtbesteigung hier buchen.
EN-3 Längsstraße und die Lagunen von Pico
Für viele gilt sie als die schönste Straße Portugals und sie ist einer der besten Orte, um die Erhabenheit des Pico-Berges vom Auto aus zu genießen, während man die 23 km lange Straße von Madalena nach São Roque do Pico entlangfährt – eine der längsten geraden Streckenabschnitte auf den Azoren mit einer ununterbrochenen Geraden von 9 km.

Die EN3, bekannt als Längsstraße, führt durch das Innere der Insel und bietet nicht nur einen Blick auf den Pico-Berg, sondern führt, wenn man nach ihrem Ende auf den kleineren Inselstraßen weiterfährt, zu den schönsten Lagunen der Insel: Lagoa do Caiado, Lagoa do Capitão, Lagoa do Paúl, Lagoa do Peixinho, Lagoa Rosada und schließlich Lagoa Seca. Persönlich haben wir zwei Versuche unternommen, die Lagunen zu sehen, aber beide Male war der Nebel unser Begleiter und zugleich gewissermaßen unser Spielverderber. Glücklicherweise konnten wir beim ersten Mal zumindest noch einen Blick auf die Lagoa do Caiado und beim zweiten Mal einen auf die Lagoa do Capitão werfen. Sei vorsichtig und fahre auf diesen kleinen Zufahrtsstraßen zu den Lagunen langsam, da sie nicht im besten Zustand sind (sie haben Schlaglöcher und Unebenheiten, die es zu vermeiden gilt).


Das Beste ist es zweifellos, den Sonnenuntergang auf der Straße mit dem Pico-Berg auf deiner Seite zu genießen, der mit etwas Glück dein Beifahrer sein dürfte.

Wo die EN-3 endet und die kleineren Landstraßen zu den Lagunen beginnen, kannst du einen kleinen Abstecher zu diesem Aussichtspunkt machen, um dich am Ausblick auf den Atlantik und die Nachbarinsel São Jorge zu erfreuen.

Lajido
In Lajido kontrastiert das vulkanische Schwarz mit dem Lavarot, und vielleicht ist das einer der Hauptgründe, warum dieser Ort zu einem unserer Lieblingsorte auf der Insel geworden ist und wir uns entschieden haben, uns hier niederzulassen, in einem schönen Vulkanhaus inmitten von Weinbergen mit Blick auf den Berg Pico (mit Whirlpool und Pool!).


Die Insel Pico, die jüngste der neun Inseln des Archipels (geschätztes Alter etwa 250.000 Jahre), hatte in jüngster Zeit vier Ausbrüche (zwischen 1500 und 1700). Diese jüngsten Ausbrüche, deren Lavaströme das Gelände veränderten, wurden als Mysterien bezeichnet, weil sie unverständlich und geheimnisvoll waren und nicht erklärt werden konnten. Als die Menschen sich an die Priester wandten und fragten, was es damit auf sich habe, antworteten diese, es handele sich um „die Mysterien des Herrn”, und so wurden diese Eruptionen im gesamten Archipel so getauft (wir haben auch in unserem Reiseführer zur Insel Terceira darüber berichtet). Es gibt vier Mysterien, die diesen vier jüngsten Eruptionen entsprechen, und Lajido ist Teil eines dieser Mysterien, dem Mysterium des Santa Luzia, dessen Eruption 1718 stattfand.

Der Name Lajido kommt von einer Art Lavastrom (Pahoehoe), einer Schicht aus flüssiger Lava, die bei Vulkanausbrüchen ausgestoßen wird und danach erstarrt.
Die vier Mysterien – so wurden die Lavafelder der vier jüngsten Eruptionen mangels einer besseren Erklärung genannt – sind Prainha (Eruption zwischen 1562 und 1564), Santa Luzia (1718), zu der Lajido gehört, São João ( 1718) und Silveira (1720).

Lajido hat neben seiner Schönheit und vulkanologischen Bedeutung noch einige andere Gründe, warum es sich lohnt, es in Ruhe zu erkunden. Ein Plan ist einfach, durch das schöne Netz von engen Gassen zwischen schwarzen und roten Häusern zu schlendern, mit Weinbergen auf der einen Seite, dem Meer auf der anderen und dem Berg, der alles überragt. Als Anekdote möchte ich erzählen, dass, obwohl man hier nur vom Meer und Weinbergen umgeben ist, die einzige Bar, die wir in Lajido gefunden haben, in der wir ein Glas Picaroto-Wein probieren wollten – die Bar do Lajido – , nur Bier und als einzigen Wein einen Rotwein aus Palmela (Setúbal) auf dem portugiesischen Festland hatte. Um die Absurdität noch einmal hervorzuheben: Das Logo der Bar do Lajido zeigt eine Weinrebe, die auf dem Schild am Eingang deutlich zu sehen ist. Es ist eine lokale Bar, in der man den Puls der azorischen Authentizität von Lajido spüren kann, trotz der Zunahme von Ferienhäusern in der Gegend.


Zwei weitere Gründe, nach Lajido zu kommen, sind zwei Interpretationszentren, die nebeneinander liegen: Casa dos Vulcões und Centro de Interpretação da Paisagem da Cultura da Vinha, über die wir dir weiter unten mehr erzählen werden.
Casa dos Vulcões
Das Zentrum Casa dos Vulcões (Haus der Vulkane) hilft dir dabei, die Entstehung der Azoren im Allgemeinen und der Insel Pico im Besonderen besser zu verstehen. Zusammen mit der Gruta das Torres, über die wir dir später mehr erzählen werden (ein Muss und eines der interessantesten Informationszentren des ganzen Archipels, das du dir gleich nach deiner Ankunft auf der Insel ansehen solltest), hilft dir der Besuch im Casa dos Vulcões, alles zu verstehen, was du auf der Oberfläche der Insel(n) siehst, sowohl in geologischer Hinsicht als auch in Bezug auf ihre seismische Aktivität. Neben den Informationstafeln mit vielen Infos über Vulkane, Erdbeben, tektonische Platten und die Entstehung der 9 Azoreninseln gibt es zwei interaktive Simulationen. Die erste ist eine echte Reise zum Mittelpunkt der Erde, bei der du mit Lava aus den Tiefen in einer Vulkaneruption an die Oberfläche gelangst. In der zweiten Simulation kannst du erleben, wie sich ein Erdbeben anfühlt, wobei das jüngste Erdbeben auf der Insel Terceira im Jahr 1980 mit einer Stärke von 7,2 auf der Richterskala und das Erdbeben von Faial im Jahr 1998 mit einer Stärke von 5,9 auf der Richterskala und einem Epizentrum 16 km von Horta entfernt simuliert werden.
Der Besuch dauert etwa 40 Minuten und am Eingang gibt’s ein Fenster mit einer wunderschönen Aussicht auf den Berg Pico. Der Preis für eine Einzelkarte für die beiden Zentren (dieses und das, über das wir dir gleich erzählen werden) beträgt 4 €. Für Einwohner der Azoren ist der Eintritt frei.


Centro de Interpretação da Paisagem da Cultura da Vinha da Ilha do Pico (Interpretationszentrum Weinbaukultur auf Pico)
Im Centro de Interpretação da Paisagem da Cultura da Vinha da Ilha do Pico dauert es fast länger, den vollständigen Namen des Zentrums auszusprechen, als es zu besuchen. Es ist ein kleiner Raum mit Informationstafeln über die Weinkultur, die Relheiras, die Rola-Pipas (beide in Lajido zu sehen) und zudem über die Fauna und Flora der Insel. Das Museu do Vinho do Pico, dessen Besuch wir als unverzichtbar ansehen, ist viel größer, ausführlicher und interessanter, wenn du tiefer in das Thema Wein und Weinbaukultur einsteigen möchtest.
Relheiras (oder Rilheiros) sind die Spuren in der Lava, die von den Rädern der Karren verursacht wurden, mit denen die Weinfässer transportiert wurden.

Die Besichtigung dauert etwa 20 Minuten und der Preis für eine Einzelkarte für beide Zentren (Einzelkarte Lajido) beträgt 4 €. Für Einwohner der Azoren ist der Eintritt frei. Inklusive einer Weißweinverkostung (für Nicht-Einwohner).


Cachorro
In Cachorro (oder „Welpe” auf Portugiesisch) kann man einen Vulkanfelsen in Form eines Hundekopfes sehen, der aufs Meer blickt (auch wenn dem Hund anscheinend ein Ohr fehlt). Aber es war nicht dieses vulkanische Gebilde, das uns hierher gezogen hat.

Cachorro, ganz in der Nähe von Lajido, gehört auch zum geschützten Landschaftsgebiet der Weinbaukultur von Pico. Tatsächlich ist es mit den beiden anderen Küstenorten Lajido und Cais do Mourato durch den sogenannten Caminho da Costa verbunden, den wir dir wärmstens empfehlen. Von Cachorro nach Lajido zu wandern bedeutet, auf den Spuren der Geschichte der jüngsten Insel der Azoren zu wandeln, mit dem Meer als Begleiter.

Neben dem berühmten vulkanischen Hundegesicht kann man zwischen einigen von Weinbergen umgebenen Häusern spazieren gehen, kommt an einem Brunnen am Hafen vorbei, der die Wasserversorgung sicherstellte, und findet sogar eine Rola-Pipa (einer in den Fels gehauenen Rampe, um den Transport von Weinschläuchen zu erleichtern), von der wir im Informationszentrum erfahren haben. Heute gibt es eine Kapelle, die Nossa Senhora dos Milagres gewidmet ist, und einen Badebereich, wo man schwimmen kann (aber Vorsicht, das Meer kann hier ziemlich rau sein).

Madalena, die Hauptstadt der Insel
Die Städte der Azoren sind normalerweise nicht das Interessanteste auf jeder Insel, und ehrlich gesagt ist Madalena, abgesehen vom Hafen, wo wir angekommen sind und von dem aus wir die Insel verlassen haben, und einigen Restaurants, über die wir dir im Abschnitt „Wo man auf der Insel Pico essen kann” berichten, unserer Meinung nach kein Ort, an dem man viel Zeit verbringen sollte, vor allem, wenn deine Zeit knapp bemessen ist. Allerdings gibt es in der Hauptstadt der Insel (oder ganz in der Nähe) interessante Orte, die man mindestens einmal besuchen sollte. Und wir sagen „mindestens einmal“, weil uns der Ort, von dem wir sprechen, so gut gefallen hat, dass wir dreimal dorthin zurückgekehrt sind!

Die Cella Bar ist viel mehr als nur eine Bar und ein Restaurant, sie ist ein architektonisches und gestalterisches Meisterwerk am Meer, wo man einen guten regionalen Weißwein, eine azorianische Käseplatte oder ein exquisites Abendessen genießen kann. Die Cella Bar, halb aus Stein, halb aus Holz gebaut, mit einer unglaublichen Terrasse mit Blick auf den Atlantik und direkt vor dem Naturpool da Barca gelegen, hat mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter 2016 die Auszeichnung als schönste Bar der Welt durch die renommierte Online-Architekturplattform ArchDaily.



Bei den Picaroto- Weißweinen „Terras de Lava” und „Frei Gigante” fällt es schwer, nur ein Glas Wein zu bestellen…
Die Azores Wine Company ist ein weiterer architektonisch interessanter Ort, um einen guten Weißwein aus Pico zu probieren. Zweitausend Quadratmeter zeitgenössische Architektur in Picos größter Weinkellerei (tatsächlich der größten auf allen Azorneninseln). Sie haben 125 Hektar Weinberge wiederbelebt, von denen einige Jahrhunderte alt sind, und genau dort kannst du in einem schönen Verkostungsraum die unglaublichen Weißweine probieren, die dort produziert werden.

Wir machen mit dem Glas in der Hand weiter, aber man kann nicht über Pico sprechen, ohne über Wein zu sprechen. Jetzt empfehlen wir einen süßen Wein, den berühmten „Lajido Superior”, einen Likör, aber trockenen Wein, den du in der Cooperativa Vitivinicola Da Ilha Do Pico (CVIP) oder, wie sie bekannt ist, Picowines, probieren kannst. Einer unserer Lieblingsweine aus Pico, der Frei Gigante, wird hier ebenfalls produziert.

Museu do Vinho do Pico
So überraschend es ist, dass auf einem derart trockenen Land so fruchtige Trauben gedeihen und dass eine der Attraktionen auf Pico der lokale Wein (vor allem Weißwein) ist, es ist wahr! Und der beste Ort, um mehr über die Weinkultur von Pico zu erfahren, ist das Museu do Vinho do Pico.

Das fotogene orangefarbene Museum, umgeben von Drachenbäumen und natürlich dem Meer, befindet sich in einem alten Karmeliterkloster. Tatsächlich heißt es, dass es die Priester waren, die den Wein auf die Azoren gebracht haben, weil sie ihn für die Messen brauchten.

Im Museum haben wir erfahren, dass die ersten Hinweise auf den Wein von Pico aus dem 16. Jahrhundert stammen und dass die Siedler, als sie sich auf der Insel Pico niederließen, die als „zerbrochene Insel” bekannt war (weil das Regenwasser abrann und im Meer landete), auf viele Schwierigkeiten stießen, da weniger als 5 % der Insel bebaubar waren (etwa 3,4 %). Ein Großteil der Insel war mit Lava bedeckt, sodass Erde mit dem Boot vom benachbarten Faial herangeschafft werden musste. Nachdem ein Großteil der verstreuten Vulkansteine aufgeschichtet worden war, entstand das„Wunder von Picaroto”: die berühmten „Currais”.
Die Currais sind die schwarzen Steinmauern, die die Weinberge (und andere Pflanzen) vor Wind und Meerwasser schützen.


Als die Bewohner die Currais (Koppeln) anlegten, merkten sie, dass es dort etwas sehr Gutes gab: Wein. Heute gehören die Weinberge Picos zum UNESCO-Weltkulturerbe und ihre Trauben sind die teuersten des Landes. Sie ergeben einen einzigartigen Wein, der den Überlebensbemühungen dieser Weinpflanzen (sie müssen ihre Wurzeln in Lavagestein schlagen!), dem Treibhauseffekt der Currais aus Vulkangestein und dem Salzgehalt des Meeres geschuldet ist.

Aber es war kein einfacher Weg. Im Museum erfährt man von den Schwierigkeiten der Picaroto-Bevölkerung auf einer Insel, die als unfruchtbar, ja sogar verflucht galt, ohne Ackerland und mit einem Übermaß an Vulkangestein, und von all den Hindernissen, die die Menschen überwanden – insbesondere im 19. Jahrhundert mit den Rebkrankheiten, die dazu führten, dass der Weinbau aufgegeben wurde und die in Folge zur Abwanderung eines großen Teils der Bevölkerung beitrugen. Aber wenn es etwas gibt, das die Menschen auf den Azoren angesichts ihrer Einsamkeit im Atlantik auszeichnet, dann ist es ihre Widerstandsfähigkeit, und die Weinkultur von Picaroto spiegelt genau diese ebenfalls wider.

Das Museum ist nicht nur schön, ausführlich und bestens geeignet, um durch die Weinkultur etwas über die Geschichte der Insel zu erfahren, sondern es birgt auch einige andere Überraschungen, und nein, wir meinen damit nicht nur die unglaubliche Aussicht auf das Meer und die Currais von seinem orientalisch inspirierten Aussichtspunkt aus…

Im Museu do Vinho do Pico kann man durch einen Drachenbaumwald spazieren (anscheinend der größte der Welt), wo mit über 800 Jahren nichts Geringeres als der zweitälteste Drachenbaum der Welt steht (der älteste steht auf Teneriffa).


Das Weinmuseum liegt hier, am Rande der Inselhauptstadt, und hat im Sommer von 10:00 bis 17:30 Uhr und im Winter von 9:30 bis 17:30 Uhr geöffnet, montags ist es geschlossen. Der Eintritt beträgt 2 € pro Person.

Madalena, die Hauptstadt der Insel, kann wegen der vielen Möglichkeiten eine gute Wahl für einen Aufenthalt sein, vor allem, wenn du kein Auto hast. Zum Beispiel das My Bed in Pico oder die Casa do Pico. Hier findest du weitere Unterkunftsmöglichkeiten in Madalena.
Criação Velha: Weinkultur und Moinho do Frade
In Criação Velha gibt es kilometerlange Currais, die einen der schönsten Wanderwege der Insel durch die „Landschaft der Weinbaukultur” bilden, deren Architektur seit 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Die piktoreske rote Mühle Moinho do Frade (2004 restauriert) dient als Aussichtspunkt auf den Berg, die Weinberge zwischen den Currais und das Meer und ist eines der bekanntesten Postkartenmotive der Insel.


Es ist eine tolle Idee, 7 km lang durch die vulkanischen Weinberge zu wandern, und da es sich um einen flachen und einfachen Weg handelt, ist er wie dafür gemacht, um sich nach dem Abstieg vom Piquinho zu erholen. Genau das haben wir getan, da unser Guide Nuno uns empfohlen hatte, uns am Tag nach dem Abstieg vom Berg ein bisschen zu bewegen, damit die Erholung für die Beine nicht so schmerzhaft wird. Gesagt, getan und bestätigt.

Randomtrip-Schwierigkeitsgrad: Leicht. Es ist ein 7 km langer, flacher Wanderweg, für den du etwa zweieinhalb Stunden brauchst. Wenn es heiß ist, solltest du unbedingt deine Badesachen einpacken, um im natürlichen Pool, an dem du vorbeikommst, ein Bad zu nehmen.
Wir sind den Weg mit unseren Freunden aus Faial, Tiago und Diana, gegangen, und da es sich nicht um einen Rundweg handelt, haben wir das Auto in der Nähe des Restaurants Ancoradouro (am Ende des Weges) geparkt und ein Taxi zum Ausgangspunkt des Weges in der Nähe der Unterkunft Vinhas do Calhau bestellt. Wir können euch den Taxifahrer empfehlen, den wir auf der Insel getroffen haben und bei dem wir diese Route gebucht haben. Er heißt António Silva und ist unter der Nummer +351 917 537 913 zu erreichen. Er bietet auch ein- oder mehrtägige Touren rund um die Insel an.

Bei der Wanderung kannst du also aus nächster Nähe betrachten, welche Herausforderung es darstellt, auf einer mit Lava bedeckten Insel Landwirtschaft zu betreiben, und dich über die zauberhafte Umgebung des Picaroto-Wunders der Currais freuen. Wenn du mehr Zeit in dieser Gegend verbringen willst, plane einen Stopp bei den Lajidos (verfestigte Lavafelder am Meer) und ein Bad im Naturpool von Lajã das Rosas, auch bekannt als Criação Velha-Pool, ein.

Wenn du wie wir ein paar Nächte in der Nähe einer der schönsten Landschaften der Insel übernachten möchtest, empfehlen wir dir das Vinhas do Calhau (ab 80 € / Nacht), wo wir meinen Geburtstag gefeiert haben, oder das luxuriöse Pocinho Bay (ab 195 € / Nacht) gleich nebenan.

Angesichts der Bedeutung der Weinkultur auf der Insel Pico kannst du, wenn du nicht viel Zeit hast, das meiste von dem, was wir hier vorschlagen, in einer einzigen Tagestour zusammenfassen, zu der ein Besuch der Weinberglandschaft und ihrer Currais ebenso gehören wie ein Stopp bei Criação Velha mit der piktoresken Moinho do Frade-Windmühle, ein Besuch der PicoWines-Genossenschaft (inkl. Verkostung eines wunderbaren Frei Gigante, eines unserer Lieblingsweine), Mittagessen in einem Restaurant in Picaroto mit typisch-azorianischer Küche; ein Besuch des Museu do Vinho und schließlich eine Weinprobe in der architektonisch schönen Azores Wine Company. Klingt gut? Buche hier.

Gruta das Torres
DasInterpretationszentrum Gruta das Torres, wo sich die größte Lavaröhre Portugals befindet, ist ein Muss, um die Entstehung der Azoren im Allgemeinen und Picos im Besonderen zu verstehen, denn alles, was du unten in der Höhle erfährst, hilft dir zu verstehen, was du oben auf Pico und den anderen Azoreninseln siehst. Im Grunde genommen bereitet dich der Besuch der Gruta das Torres auf das vor, was du auf deiner Reise nach Pico an der Oberfläche sehen wirst. Aus diesem Grund empfehlen wir dir, diesen Besuch als einen der ersten Programmpunkte auf der Insel einzuplanen.

Es gibt mehr als 100 Höhlen auf Pico (fast so viele wie auf allen anderen Inseln zusammen) und die Gruta das Torres mit einer Länge von 5150 Metern ist die einzige, die besichtigt werden und in der man die Lavaspuren aus der Entstehungszeit der Höhle sehen kann.

Wenn du im Zentrum ankommst, gibt es eine super interessante Präsentation über die Entstehung der Azoren im Allgemeinen und Picos im Besonderen, darüber, wie speziell diese Höhlen entstanden sind und alles, was du gleich aus erster Hand erfahren wirst.

Nach der Präsentation und Erklärung des Höhlenführers setzt du den Helm auf und nimmst die Taschenlampe in die Hand, um dann bis zur maximalen Tiefe von 22 Metern dieses Naturdenkmals hinabzusteigen, das durch einen Vulkanausbruch entstanden ist und genau so erhalten geblieben ist, wie es ein Bauer im 19. Jahrhundert entdeckt hat. Anschließend betrittst du den 500 Meter langen, für Besucher zugänglichen Teil.

Einmal drinnen, wirst du Stalagmiten und Lavastalaktiten (wegen ihrer dreieckigen Form als „Haifischzähne” bekannt) sehen und etwas über die Geologie und vulkanische Aktivität der Insel mit den vier jüngsten Eruptionen erfahren, die als Mysterien getauft wurden (Mistério de Santa Luzia, Mistério de São João, Mistério da Silveira, Mistério da Prainha).
Du wirst auch sehen, dass es dort unten ein einzigartiges Ökosystem gibt, mit Pilzen und Bakterien, die wie Gold aussehen und die Wände der Höhle bedecken, und du wirst sogar eine Flasche Wein finden! Leider kannst du ihn nicht probieren, es handelt sich um den Wein Gruta das Torres von Picowines, der dort gereift ist, um die einzigartigen Bedingungen der Höhle zu nutzen.

Die Besichtigung des Interpretationszentrums Gruta das Torres ist geführt, muss reserviert werden und findet in Kleingruppen statt. Es ist von Dienstag bis Freitag von 10:00 bis 17:00 Uhr und samstags und an Feiertagen von 14:00 bis 17:30 Uhr geöffnet. Sonntags und montags ist es geschlossen. Die Besichtigung dauert zwischen 60 und 90 Minuten, in Gruppen von maximal 4 bis 15 Personen, und muss im Voraus unter der Telefonnummer +351 924 403 921 gebucht werden. Der Eintritt beträgt 8 €. Es empfiehlt sich, wasserdichte Kleidung und gutes Schuhwerk mitzubringen, da der Boden in der Höhle an einigen Stellen uneben und rutschig ist.

Mirateca hat einen künstlerischen Nachnamen: MiratecArts
Mirateca ist der Name einer kleinen Stadt auf der Insel, die seit einigen Jahren den Nachnamen Arts (Kunst) trägt. Als Terry Costa (ein in Kanada geborener Künstler, Produzent und renommierter Künstler portugiesischer Abstammung) 2011 beschloss, nach Pico zu ziehen, wo er einige Jahre seiner Kindheit verbracht hatte, wurde Pico für sein kulturelles Programm bekannt. MiratecArts ist ein Kulturverein, der auf Pico gegründet wurde, dessen Arbeit sich aber auf alle 9 Inseln des Archipels erstreckt. Der Verein organisiert Ausstellungen, Konzerte, Workshops und Konferenzen von Flores bis São Miguel. Terry Costa ist auch der Gründer des berühmten Azores Fringe Festivals, eines Kunstfestivals, das jedes Jahr im Juni stattfindet und das wir glücklicherweise auf seiner Heimatinsel Pico erleben durften.

Die Eröffnung des Azores Fringe Festivals fand hier bei MiratecsArts statt, wo wir eine künstlerische und musikalische Reise mit 9 Lagerfeuern (die die 9 Inseln und die 9 Jahre des Azores Fringe Festivals repräsentieren) erlebt haben, die mit einer galicischen Queimada mit ihrem Zauberspruch endete!

Auch wenn dein Besuch auf der Insel nicht mit dem Festival zusammenfällt, kannst du Mirateca besuchen, wo du mehrere Kunstinstallationen auf Terrys Grundstück anschauen kannst.

Versuche, so viele „Sorrisos de Pedra” der lokalen Künstlerin Helena Amaral wie möglich zu finden. Wir hatten das Glück, die Künstlerin bei der Eröffnung kennenzulernen. Diese „Steine mit einem Lächeln” sind über die ganz Pico (und auch andere Inseln!) verteilt, sodass du so viele finden kannst, wie du möchtest, um deine Tage zu verschönern.

Sao Mateus
Sao Mateus ist eine der ältesten Gemeinden auf Pico, die schon 1482 besiedelt wurde. Besonders cool ist die Pfarrkirche von 1838.
Wenn du hier vorbeikommst, kannst du nicht nur die Kirche anschauen, sondern auch im natürlichen Schwimmbecken planschen oder in Picoartes lokales Kunsthandwerk kaufen.
Hier in São Mateus gibt es eine spektakuläre Unterkunft, die Aldeia da Gingeira (ab 52 € / Nacht), wo du dich in einem Whirlpool mit Blick auf den Atlantik entspannen kannst! Dort haben unsere Freunde Márcia und Mário während ihres Besuchs auf der Insel übernachtet, daher haben wir sehr gute Erfahrungen aus erster Hand. Eine weitere Option in der Gegend ist die Aldeia dos Caldeirões (ab 64 € pro Nacht), die ebenfalls über einen Whirlpool und einen Pool mit Blick auf den Atlantik verfügt.

São Caetano
Neben São Mateus liegt São Caetano, ein Dorf mit einem Fischereihafen und einer wunderschönen Bucht sowohl oberhalb als auch unter Wasser, da es sich hier um einen der Tauchplätze auf Pico handelt. Mehr Infos findest du im Abschnitt „Tauchplätze auf Pico”. Es gibt ein Restaurant mit Terrasse, wo du guten frischen Fisch essen kannst: O Galeão.
Lajes do Pico: Wal- und Delfinbeobachtung
Auf den Azoren leben verschiedene Arten von Walen – einige sind hier ansässig, andere kommen je nach Jahreszeit auf ihren Wanderrouten vorbei – und sie in ihrem natürlichem Habitat zu beobachten, ist eine der beliebtesten Aktivitäten auf der Insel. Der beste Ort dafür ist Lajes do Pico.


Eine respektvolle Walbeobachtung muss bestimmte Regeln befolgen, so dürfen sich maximal 3 Boote auf einmal den Tieren beispielsweise nur langsam und mit konstanter Geschwindigkeit nähern und nie näher als 50 Meter. Zudem darf man nie länger als 15 Minuten mit demselben Tier verbringen. Aus diesem Grund empfehlen wir Espaço Talassa wegen deren ethischen Engagements für Tiere und Umwelt. Außerdem hat Espaço Talassa eine strenge Richtlinie, die das Schwimmen mit Delfinen verbietet, eine bedauerliche Praxis, die in mehreren Zentren des Archipels nichtsdestoweniger üblich ist und von der wir euch wegen ihrer Auswirkungen auf die Tiere abraten (mehr dazu könnt ihr hier lesen).

Die Walbeobachtungstour dauert etwa 3 Stunden, während derer das Boot, auf dem du dich befindest, mit den verschiedenen Aussichtspunkten an Land in Verbindung steht und kommuniziert, wenn sie etwas „Großes” sehen. Alle hoffen, während der Tour einen Pottwal oder einen anderen Wal zu sehen. Du solltest deine Erwartungen an diese Tour nicht zu hoch schrauben, da du etwas Schönes und Verantwortungsbewusstes tust, nämlich ein Tier in seinem natürlichen Lebensraum zu beobachten, weshalb es reine Glückssache ist, ob du auch tatsächlich Wale oder Delfine siehst. Fast alle Anbieter werben damit, dass du die Tour kostenlos wiederholen kannst, wenn keine Wale gesichtet werden, aber es ist praktisch unmöglich, keine Delfine zu sehen, sodass diese Klausel in der Praxis eher Marketing als alles andere ist.

Buche hier deine Walbeobachtungstour
An dem Tag, an dem wir die Aktivität mit Espaço Talassa gemacht haben, hatten wir großes Glück! Zuerst wurden wir von einigen „Roazes” (Großen Tümmlern) begrüßt, dann wollte eine große Gruppe von Gemeinen Delfinen unser Boot mehrere Minuten lang begleiten und die Tiere waren sehr verspielt. Schließlich bekam unser Kapitän eine Heads-Up von einem Ausguck, beschleunigte das Boot ein wenig und da waren sie: drei Wale! Die, die wir gesehen haben, waren „Baleias sardinheiras” (Seiwale), die sage und schreibe drittgrößten Wale der Welt. Übrigens gibt es bei Espaço Talassa auch ein Restaurant und Unterkünfte, falls du Hunger bekommst oder in Lajes übernachten wollen solltest.


Es gibt viele Übernachtungsmöglichkeiten in Lajes, vom Alojamento Bela Vista (45 € / Nacht) bis hin zu luxuriöseren Optionen wie einem Cottage in Aldeia da Fonte (75 € / Nacht) oder einer Suite in der Casa da Ribeira. Weitere Optionen findest du unter Übernachtungsmöglichkeiten in Lajes.
Das Museo dos Baleeiros und die Walfangindustrie
Nach der Walbeobachtung kannst du im Rahmen der bei Espaço Talassa gebuchten Tour das Museu dos Baleeiros besuchen. Auch wenn du die Tour nicht machst, kannst du das Museum auf eigene Faust besuchen.

Früher ging es beim Walbeobachten darum, Wale zu jagen. Der Walfang – die „baleação” – war etwa 50 Jahre lang eine super wichtige wirtschaftliche Aktivität auf den Azoren, vor allem auf Pico. Die Zahlen sind schockierend: Zwischen 1896 und 1949 wurden etwa 12.000 Wale erlegt. Die Aktivität wurde glücklicherweise verboten, als Portugal 1986 der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) beitrat, aber erst 1987 wurde der letzte Pottwal auf Pico erlegt.
Das Museum zeigt das harte Leben der Baleeiros (meist Männer) und klärt über ihren Alltag auf – die Jagd in den kleinen und zerbrechlichen Baleeiros-Booten – und wenn du Interesse hast, kannst du dir auch einen kurzen Dokumentarfilm aus den 70er Jahren über den Walfang auf Pico ansehen. Eine sehr harte Tätigkeit, bei der nicht nur Tiere, sondern auch einige der Menschen, die sich ihr verschrieben hatten, das Leben verloren. Das Ziel: Produkte aus Pottwalen und anderen Walen: Öle für Beleuchtung und Schmiermittel (hauptsächlich für den Export) und verschiedene Arten von Mehl (aus Walknochen). Sei gewarnt, dass du bei diesem Besuch oft einen Kloß im Hals haben wirst, besonders wenn du eben noch die majestätischen Wale in ihrer atlantischen Heimat gesehen hast.

Im Núcleo do Bote Baleeiro, einem der Bereiche dieses Museums, kannst du die „Santa Teresinha” sehen, eines der symbolträchtigsten Walfangboote, da es sich bei der “Santa Teresinha” aller Wahrscheinlichkeit nach um das älteste Boot mit Original-Bootsrumpf auf dem gesamten Archipel handelt.
Das Centro de Artes e Ciências do Mar, ebenfalls in Lajes do Pico, hat eine Dauerausstellung mit Multimedia-Elementen über die Biologie dieser Wale und einen Bereich, der speziell der Walfangindustrie gewidmet ist. Auch in der Casa de Exposições Capitão Alves kannst du Miniaturen von Walfangbooten, Karavellen und verschiedenen Walarten sowie lokales Kunsthandwerk sehen.

Wenn du Lust auf ein Bad hast, gibt es in Lajes einen tollen natürlichen Pool, der offener und größer ist als die meisten anderen auf der Insel, und mit etwas Glück kannst du sogar einen Delfin in der Ferne sehen!

Die beste Aussicht hast du von der Vigia da Queimada, einem Walbeobachtungsposten des Espaço Talassa, von wo aus du einen Blick auf Wale erhaschen oder einfach nur die herrliche Aussicht genießen kannst.
In der Nähe von Lajes liegt das fabelhafte Aldeia da Fonte Nature Hotel (ab 75 € pro Nacht), wo du in einem der 6 Ferienhäuser aus Vulkanstein übernachten und im köstlichen Restaurant Fonte Cuisine speisen kannst. Hier buchen.
Calheta de Nesquim
In Calheta de Nesquim soll der Walfang seinen Ursprung haben, und die alten Fotos in der Casa dos Botes (dem Haus, in dem die Boote schlafen, die Baleeiros-Boote) zeugen von diesen Jahren. Heutzutage werden die Boote glücklicherweise nur noch für Regatten genutzt, und wenn du Calheta de Nesquim besuchst, wirst du wahrscheinlich am späten Nachmittag einige junge Leute beim Training sehen. Die Inseln Pico und Faial dominieren oft die regionalen Regatta-Meisterschaften.

Eine weitere Besonderheit von Calheta de Nesquim ist seine Kirche, oder besser gesagt, die Türen seiner Kirche. Wenn du dir die Riegel der Kirchentüren ansiehst, wirst du feststellen, dass sie aus Walknochen gefertigt sind. Es heißt, dass sie deshalb verwendet wurden, weil sie länger halten als Holz, und dass man sie sogar beim Bau einiger Teile der Baleeiros-Boote benutzte.
Wenn du dich abkühlen möchtest, sind Poça Branca und Poça das Mujas ideale natürliche Schwimmbecken in Calheta de Nesquim. Und wenn du Lust auf einen Spaziergang hast, gibt es in Calheta de Nesquim einen sehr empfehlenswerten Rundwanderweg . Wir hatten keine Zeit, ihn zu machen, aber wir freuen uns schon darauf, weil er uns von zwei befreundeten Paaren, Joana und Zé sowie Diana und Tiago, empfohlen wurde. Es handelt sich um den PRC11PIC (offizielle Info).
Wie du siehst, hat die kleine Stadt Calheta de Nesquim viel mehr zu bieten, als es auf den ersten Blick scheint, wenn man das Auto parkt und die Ruhe spürt.
Entlang der südlichen Straße der Insel, die Lajes do Pico mit Calheta de Nesquim verbindet, gibt’s mehrere Aussichtspunkte, von denen aus Boote informiert werden, wenn große Wale gesichtet werden. Neben den Aussichtspunkten selbst sind auch die Schilder, die auf sie hinweisen, echt niedlich.

Ponta da Ilha
Wenn du die östlichste Spitze von Pico erreichen möchtest, fahr in Richtung Ponta da Ilha und ihrem Leuchtturm. Als wir dort waren, war er geschlossen, aber er verheißt einen wunderschönen Blick auf den Atlantik.


Wenn du ein Souvenir von der Insel mitnehmen möchtest, solltest du dir den Töpferladen „O Oleiro” eines charmanten belgischen Ehepaars nicht entgehen lassen, das sich vor mehr als 20 Jahren hier niedergelassen hat. Einer ihrer Wale bewohnt bereits unser Haus.


Terra Alta
Wir nehmen Terra Alta hier mit rein, weil es da einen besonderen Aussichtspunkt gibt, den Miradouro da Terr’Alta.
Dieser Aussichtspunkt liegt auf einer Klippe in 415 Metern Höhe und bietet einen spektakulären Blick auf den Atlantik und die Nachbarinsel São Jorge.
Santo Amaro
In Santo Amaro gibt es eine der bekanntesten Unterkünfte und eines der berühmtesten Restaurants der Insel. Die Unterkunft ist das Lava Homes (14 Ferienhäuser mit 1, 2 oder 3 Schlafzimmern) mit Swimmingpool und das Restaurant ist das Magma. Wir haben das Restaurant besucht und empfehlen dir, das auch zu tun. Es lohnt sich nicht nur wegen der Aussicht auf São Jorge und den Atlantik, sondern auch wegen der Gerichte aus lokalen Produkten und dem exzellenten Service.

Ebenfalls in Santo Amaro befindet sich die Escola de Artesanato de Santo Amaro, eine Handwerksschule, in der die filigrane Kunst der Bearbeitung des Inneren des Feigenbaumstamms und sogar von Hortensien gelehrt wird und die natürlich der ideale Ort ist, um ein Souvenir für zu Hause zu erstehen. Hier findest du Accessoires (Halsketten, Ohrringe), Stickereien, Patchwork und Hüte aus Stroh und sogar getrocknete Drachenbaumblätter!



Zwischen Santo Amaro und Piedade, an der Straße ER1 (West-Ost-Richtung), findest du in Ribeirinha einen wunderschönen Strand, Praia da Baixa da Ribeirinha. Wenn du also Lust auf ein Bad hast, dann nichts wie ab ans Meer.
Prainha
Eines der vier Mysterien der Insel ist Prainha, entstanden durch den Vulkanausbruch zwischen 1562 und 1564, dem längsten Ausbruch seit der Besiedlung der Azoren. Hier kannst du auf einem etwa 9 Kilometer langen Wanderweg die Insel von Süden nach Norden durchqueren. Entlang des Weges siehst du mehrere Orte, die mit der geologischen Geschichte der Insel in Verbindung stehen, wie zum Beispiel den Ort, an dem dieser Vulkanausbruch begann, bekannt als Cabeços do Mistério. Es handelt sich um den PR02 PIC (offizielle Wanderweginfo).


Du kannst dem Wanderweg bis nach São Miguel de Arcanjo oder zum Strand Baía das Canas folgen, einem schönen Kieselstrand mit Strandhäuschen (öffentliche Duschen und Toiletten sind vorhanden, aber Camping ist verboten).


Dieses Gebiet ist auch mit der Weinkultur von Pico verbunden, neben dem Parque Florestal da Prainha, wo es noch mehrere Weingüter gibt, wie zum Beispiel Adega Açoriana.

Wenn du Lust auf ein Bad hast, solltest du die Poça da Branca erkunden, einen natürlichen Pool mit ruhigem Wasser und mit etwas Glück Blick auf das benachbarte São Jorge.
Zum Schluss solltest du noch nach Ponta do Misterio fahren, ein Aussichtspunkt, von dem aus du einen unglaublichen Blick auf den Atlantik hast.

Wenn du in Prainha mit Panoramablick auf den Atlantik aufwachen möchtest, dann solltest du in einem der 12 traditionellen Cottages von Adegas do Pico übernachten (ab 100 € / Nacht). Hier buchen.
São Roque
Was uns nach São Roque lockte, war ein Restaurant, das uns unsere Freundin Joana empfohlen hatte, die Casa Âncora, ein Gebäude, das sich unter den anderen hervortut, inmitten der Landstraße, mit Blick aufs Meer. Anscheinend gehört es denselben Besitzern wie die Cella Bar, und wenn man das Design-Restaurant betritt, das an einen skandinavischen Ort erinnert, versteht man auch warum. Auf der Speisekarte findest du originelle und moderne Gerichte aus lokalen Produkten. Es war nicht unser gastronomischer Favorit (das Preis-Leistungsverhältnis stimmte nicht), aber allein der Ort ist einen Besuch wert.

Wenn du dich in São Roque abkühlen möchtest, solltest du unbedingt die natürlichen Pools erkunden.

Ebenfalls in São Roque befindet sich das Museu da Industria Baleeira, eine ehemalige Fabrik der Walfangindustrie. Wir waren nicht dort, daher können wir dir keine Informationen aus erster Hand geben, aber wenn du eine der Fabriken einer Industrie mit großer historischer Bedeutung für die Insel kennenlernen möchtest, kannst du hier das Arsenal (wie Generatoren, Kessel und Mühlen) sehen, das für die Herstellung von Mehl und verschiedenen Ölen aus den majestätischen Walen verwendet wurde, als ihre Beobachtung noch durch die Jagd motiviert war und nicht, wie heute glücklicherweise, durch die Bewunderung dieser Tiere. Der Eintritt ins Museum kostet 2 € und ist sonntags kostenlos. Es ist von Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 17:30 Uhr geöffnet.

In der Umgebung von São Roque gibt es mehrere Schätze zu entdecken. In Santo António sind die natürlichen Pools von Furnas de Santo António ideal für ein Bad in Ruhe und Frieden, weit weg vom Trubel. Ebenfalls in Santo António und ganz in der Nähe dieser Pools befindet sich die Adega A Buraca, ein wunderschönes traditionelles Basalthaus, das ein Familienunternehmen mit einer Weinkellerei, natürlich ein kleines Museum und sogar einen Kunsthandwerksladen beherbergt.
Der andere Schatz befindet sich in Santa Luzia, die Palm Bookhouse Gallery, ein Projekt rund um Bücher, Kunst und Musik, das von einem kanadischen Anwalt portugiesischer Abstammung (sein Großvater kam aus Pico) ins Leben gerufen wurde und einen Besuch wert ist.
Die ideale Unterkunft hier ist die Casa de Lava (ab 70 € / Nacht), wie der Name schon sagt, ein Haus aus vulkanischem Basalt mit zwei Schlafzimmern, einem Garten und Meerblick, ideal für zwei Paare oder Familien mit Kindern.

Die besten Wanderwege auf Pico
In Faial haben wir unserem Freund Tiago versprochen, mindestens einen Wanderweg pro Insel zu machen, und tatsächlich haben wir am Ende auf Pico mehrere gemacht.
- Besteigung des Piquinho, des höchsten Punkts Portugals. Natürlich die beste Wanderroute, die man auf der Insel machen kann, und eine der unglaublichsten Erfahrungen, die wir auf all unseren Reisen gemacht haben. Es handelt sich nicht um einen offiziellen Wanderweg, aber man kann ihn auf eigene Faust begehen, wenn man die Gebühren in der Casa da Montanha bezahlt (nur für erfahrene Wanderer). Man kann den Aufstieg tagsüber, nachts oder sogar mit Übernachtung im Krater machen. Wir haben ihn nachts mit Atipico gemacht, können ihn wärmstens empfehlen und erzählen euch hier alles darüber.


- Criação Velha- PR05 PIC (offizielle Infos/Broschüre): Geradlinige Route durch die Weinberge, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Es ist eine sehr einfache Route, praktisch flach, fast immer am Meer entlang und zwischen den Weinbergen. Aus diesem Grund haben wir sie am Tag nach der Besteigung des Piquinho gemacht, um nicht den ganzen Tag mit Ausruhen zu verbringen, da die Schmerzen dann schlimmer gewesen wären. Sie führt an ein paar natürlichen Becken und einer piktoresken Mühle vorbei, die man besteigen kann, um die Aussicht zu genießen. Ideal, wenn es klar ist und man den Gipfel sehen kann. Die Route ist fast 7 km lang und dauert etwa 2 Stunden, wenn man langsam geht und für Fotos anhält.


- Calheta de Nesquim – PRC11PIC (offizielle Infos/Broschüre): Eine Rundwanderung, die wir nicht gemacht haben, die uns aber von unseren Freunden Joana, Tiago und Diana empfohlen wurde. Sie bietet schöne Aussichten (vorbei an einem Walbeobachtungsposten) und die Möglichkeit, in der Poça das Mujas zu baden.
- Mistério da Prainha – Caminho dos burros – PR02PIC (offizielle Infos): Eine etwa 9 km lange Wanderung, die die Insel von Süden nach Norden durchquert. Entlang des Weges gibt es mehrere Orte zu sehen, die mit der geologischen Geschichte der Insel zu tun haben, wie zum Beispiel der Ort, an dem die Eruption begann, Cabeços do Mistério.
Wo kann man auf Pico tauchen?
Auf Pico, genauer gesagt zwischen Pico und Faial, gibt es eine unglaubliche Unterwasserwelt voller Leben. Aufgrund der Nähe beider Inseln zueinander kann man im Kanal zwischen Pico und Faial sowie an der Ostküste Faials tauchen, zusätzlich zu mehreren Tauchmöglichkeiten an der Küste von Pico.

- Condor Seamount: Einer der wahrscheinlich bekanntesten Tauchgänge in Pico ist das Tauchen mit Haien, denn die Azoren sind einer der wenigen Orte auf der Welt, an denen man mit einem der schnellsten Fische der Ozeane schwimmen kann: dem Blauhai. Das Tauchen mit diesem unglaublichen Raubtier ist auf mehreren Inseln des Archipels möglich, aber der meistbesuchte Ort und die Wiege dieser Aktivität ist der Condor Seamount, der etwa 10 Meilen von der Insel Faial entfernt liegt und von den Inseln Pico und Faial aus erreichbar ist (Tauchgänge ca. 175 €).
- Princess Alice Bank: Pico (wie auch die Nachbarinsel Faial) ist einer der wichtigsten Ausgangspunkte für die Princess Alice Bank, die etwa 45 Seemeilen entfernt liegt und von vielen als der beste Tauchplatz des Azoren-Archipels angesehen wird. Begegnungen mit großen Fischschwärmen, Mantarochen und sogar Haien sind hier an der Tagesordnung (Tauchgänge ca. 250 €).
- Arcos do Pocinho: Die beeindruckenden Felsformationen rund um diese Insel sind echt sehenswert, mit den Doppelbögen bei Arcos do Pocinho, die perfekt für alle sind, die sich für Tauchgänge in Kombination mit Geologie begeistern.
- São Caetano: Die Bucht von São Caetano ist sowohl oberhalb als auch unterhalb des Wassers wunderschön und gehört zu den interessantesten Tauchplätzen, die direkt vom Ufer aus erreicht werden können, ohne dass ein Boot erforderlich ist. Der Tauchgang beginnt in geringer Tiefe (3 Meter), aber wir können schnell tiefer tauchen und finden in 15 Metern Tiefe, etwas außerhalb des Hafens im Südwesten, eine mit schwarzen Korallen bewachsene Wand, die bis auf 60 Meter Tiefe abfällt, wo es bunte Muränen, schwarze Muränen, Zackenbarsche und Einzelgänger-Hundshaie zu sehen gibt (Tauchgänge ab 50 €).

São Caetano, war der Tauchgang, den ich mit CW Azores auf der Insel machen konnte, und ehrlich gesagt habe ich gerade den Gezeitenwechsel erwischt, und an dem Tag, an dem ich dort getaucht bin, war die Sicht sehr schlecht, die Strömungen sehr stark, und es wurde ein schwieriger Tauchgang, bei dem ich nur sehr wenig gesehen habe. Außerdem hat mir die Organisation vor, während und nach dem Tauchgang durch das Zentrum nicht besonders gefallen, und ich habe erst am Ende beim Bezahlen erfahren, dass sie auch Schwimmen mit Delfinen anbieten. In diesem speziellen Fall empfehle ich es aufgrund meiner persönlichen Erfahrung und da ich weiß, dass die Agentur diese Art von Aktivität anbieten, nicht weiter.
Unterkünfte auf Pico: die besten Gegenden
Auch wenn Madalena (die Hauptstadt von Pico) im Vergleich zu allem, was die Insel zu bieten hat, nicht besonders interessant ist, ist die Gegend um die Hauptstadt herum ein guter Ausgangspunkt, um die Insel zu erkunden, weil es dort viele Unterkünfte und eine große Auswahl an Restaurants gibt. Es ist also eine gute Idee, in der Hauptstadt oder in der Nähe zu übernachten, zum Beispiel in einem schönen Ort inmitten von Weinbergen (wie Criação Velha oder Lajido). Wenn dein Besuch auf der Insel länger als 4 Tage dauert, kann es hingegen eine gute Option sein, deinen Aufenthalt zwischen dem Norden (zum Beispiel: Lajido) und dem Süden der Insel (Lajes do Pico) aufzuteilen und so lange Autofahrten zu den Sehenswürdigkeiten zu vermeiden. In diesem Abschnitt empfehlen wir dir die Unterkünfte , in denen wir übernachtet haben , und andere, die uns sehr gut gefallen haben .
Unterkünfte in Madalena und Criação Velha
Wir haben ganz in der Nähe von Madalena übernachtet, aber nicht in der Hauptstadt selbst, sondern an einem viel schöneren Ort, nämlich direkt neben den Weinbergen von Criação Velha und direkt am Meer in Vinhas do Calhau.

Wir fanden dieses Hotel mit mehreren Apartments super. Unser Apartment hatte eine tolle Terrasse mit Meerblick, ein Wohnzimmer und eine Küche sowie ein Schlafzimmer und ein Badezimmer im zweiten Stock. Jeden Morgen wurde uns zum vereinbarten Zeitpunkt das Frühstück gebracht. Das einzige „Aber” ist, dass wir für ein Hotel dieser Kategorie ein anderes Frühstück erwartet hätten (einige der Produkte waren nicht lokal, sondern eher „industriell”, wie Brot und Marmelade). Kurz gesagt, wir können es wärmstens empfehlen.

Eine weitere tolle Option für einen Aufenthalt in der Nähe von Criação Velha und dem piktoresken Moinho do Frade, ganz in der Nähe von Vinhas do Calhau, ist Pocinho Bay.
- Pocinho Bay (ab 195 € / Nacht) bietet luxuriöse Zimmer mit schwarzen Basaltwänden und Holzinterieur, in denen zeitgenössisches Design und Gegenstände aus vergangenen Zeiten harmonisch miteinander koexistieren. Es befindet sich auf einem ehemaligen Wein- und Spirituosengut und verfügt über einen Swimmingpool!
Wenn du im Zentrum der Hauptstadt Madalena übernachten möchtest, zum Beispiel weil du kein Auto hast, gibt es Optionen wie:
- Porto Velho Boutique Hostal (ab 25 € pro Nacht für ein Bett oder 60 € pro Nacht für ein Zimmer): Zimmer oder Betten im Schlafsaal mit gemeinsamem Wohnzimmer, Garten und Meerblick
- My Bed in Pico (ab 60 €): Zimmer oder Studios mit Terrasse oder Balkon im Zentrum der Hauptstadt
- Casa do Pico (ab 83 € pro Nacht): ein Apartment mit 3 Schlafzimmern direkt am Meer und in der Nähe von natürlichen Pools, mit Terrasse.
- XA Apartments ( ab 156 € pro Nacht): Design-Apartments mit 1 oder 2 Schlafzimmern, Garten und Terrasse

Weitere Übernachtungsmöglichkeiten in der Hauptstadt oder in der Nähe findest du hier.
Unterkünfte in Lajido
Eine weitere interessante Übernachtungsmöglichkeit (ca. 10 Autominuten von Madalena entfernt) ist Lajido, wo wir die anderen Nächte verbracht haben. Hier schläfst du buchstäblich inmitten von Weinbergen mit vorzüglichem Blick auf den Pico. Beachte aber, dass es in Lajido keine Supermärkte oder Geschäfte gibt. Wir haben in einem der Cottages von Baco’s Vineyard (ab 49 € / Nacht) übernachtet, mit Pool und Whirlpool und Bergblick beim Aufwachen:


Weitere Optionen in Lajido sind:
- Adega do Xelica (ab 60 € pro Nacht): Haus mit 2 Schlafzimmern, Terrasse und Blick aufs Meer und den Berg
- Paraíso do Triângulo (ab 80 € pro Nacht): Ferienhäuser mit einem Schlafzimmer, Meerblick und Blick auf den Pico sowie einem Willkommenskorb mit kostenlosem Obst, Wein und Frühstücksprodukten.

Weitere Optionen in Lajido oder in der Nähe findest du hier.
Unterkünfte in São Roque do Pico
Ein weiterer Ort auf der Insel, der auch eine große Auswahl an Unterkünften und Restaurants bietet, ist São Roque do Pico. Hier empfehlen wir:
- Casa da Lava (ab 70 € pro Nacht) ist, wie der Name schon sagt, ein Haus aus vulkanischem Basalt mit zwei Schlafzimmern, Garten und Meerblick – ideal für zwei Paare oder Familien mit Kindern.
- Adegas do Pico (ab 100 € pro Nacht): 12 restaurierte traditionelle Häuser entlang der Prainha mit Panoramablick auf den Atlantik.
- Aldeia das Adegas: 10 Häuser, die von traditionellen Weingütern der Insel inspiriert sind

Weitere Übernachtungsmöglichkeiten in São Roque do Pico findest du hier
Unterkünfte in Lajes do Pico
Ein weiterer Ort, an dem du übernachten kannst, der von vielen Leuten gewählt wird und eine große Auswahl an Unterkünften bietet, ist im Süden der Insel, in Lajes do Pico.
- Alojamento Bela Vista (ab 45 € pro Nacht):
- Apartment mit einem Schlafzimmer, Terrasse mit Meerblick und WLAN (ab 131 € / Nacht): ein Apartment mit einem Schlafzimmer im Zentrum von Lajes, ganz in der Nähe des Espaço Talassa, wo wir die Walbeobachtung gemacht haben.
- Aldeia da Fonte Nature Hotel (ab 75 € / Nacht): Sechs Cottages aus Vulkanstein, die auf einer Klippe inmitten von Gärten gebaut wurden. Es gibt auch das unglaubliche Restaurant Fonte Tavern, wo man moderne azorische Küche genießen kann.
- Casa da Ribeira (ab 173 € pro Nacht): Ein modernes Haus mit zwei Suiten (man kann nur eine Suite oder beide mieten) mit Blick aufs Meer.
- Arte de Fuga (ab 500 €): Ein spektakuläres Haus mit 3 Schlafzimmern für bis zu 6 Personen, in dem wert auf künstlerische Einrichtung an Wänden, Möbeln und sogar Lampen gelegt wird, alles ist auf liebevoll auf Design ausgerichtet und natürlich gibt es eine unglaubliche Terrasse mit Blick auf den Atlantik.

Weitere Übernachtungsmöglichkeiten in Lajes do Pico findest du hier
Weitere Übernachtungsmöglichkeiten auf Pico
Zusätzlich zu den oben genannten Orten kannst du, wenn du ein Auto mietest, fast überall auf der Insel übernachten und auch ländlichere oder anderen Orte finden (allerdings bist du dann in Bezug auf die Auswahl an Restaurants in der Nähe eingeschränkter). Hier sind einige der Unterkünfte, die wir während unserer Reise bewertet haben und die wir uns für eine andere Gelegenheit aufheben werden:
- Lava Homes (Santo Amaro): Eine Gruppe von Cottages mit 1, 2 und 3 Schlafzimmern auf einer Klippe in Santo Amaro mit Blick aufs Meer. Die Cottages sind super eingerichtet, und es gibt auch einen Gemeinschaftsbereich mit einem beheizten Infinity-Pool und einem tollen Restaurant (Magma, das wir auch in diesem Reiseführer empfehlen). Ab 160 € pro Nacht
- Casa do Caisinho (Santo Amaro): Haus mit einem Schlafzimmer (und Schlafsofa; für bis zu 4 Personen) mit privatem Pool und Meerblick. Ab 120 € pro Nacht

- Janela do Porto (Prainha): Ferienhaus für bis zu 6 Personen mit Meerblick. Ab 150 € pro Nacht

- Casinha de Nesquim (Calheta de Nesquim): Haus mit Balkon und Meerblick, für bis zu 4 Personen (1 Doppelzimmer und 1 Schlafsofa). Ab 100 € pro Nacht

Die besten Restaurants auf Pico
- Cella Bar (Madalena): Die Cella ist mehr als nur eine Bar und ein Restaurant, sie ist ein architektonisches Juwel. Sonst hätte sie 2016 nicht den Preis für die schönste Bar der Welt von der renommierten Online-Architekturplattform ArchDaily gewonnen. Ideal, um Pico-Weine (und eine gute Käseplatte) zu probieren, da die Weinkarte allein 25 Weine aus umfasst.



- O Ancoradouro (Madalena): Eines der besten Restaurants der Insel (wenn nicht sogar das beste). Cataplana de cherne, Fischspieße, Fischfilets und frittierter Tintenfisch sowie köstliche Desserts. Meerblick und exzellenter Service. Am besten reservieren. Wir haben 54 € für zwei Gänge, Wasser und eine Flasche Pico-Wein bezahlt.
- O Petisca (Madalena): Familienrestaurant mit traditionellen Gerichten (Fisch, Muscheln, Fleisch…) und Petiscos (die portugiesische Variante von Tapas) von sehr guter Qualität (probiere Erva-Patinha und Pão de Milho Frito). Mittags gibt es ein Buffet, an dem man die typischsten Gerichte probieren kann, aber wir haben es nicht ausprobiert, weil wir zum Abendessen dort waren. Wir haben 44 € für zwei Gänge, 3 Gläser Wein und 2 Kaffees bezahlt.
- Taberna do Canal (Madalena): Wir fanden es teuer und den Service etwas pushy, was darauf ausgerichtet war, das man mehr bestellen sollte. Die Qualität war jedoch sehr gut (frischer Thunfischsalat und Steaks).
- O Cinco-Caffe 5 (Madalena): Gutes Steak, obwohl das Lokal winzig ist. Es gibt eine größere Auswahl an Sandwiches/ Bifanas /Pregos und Salaten, wir waren mehrmals dort (zwischen 25 und 35 € für zwei Personen).

- Mercado Bio: Direkt gegenüber vom Caffe 5 ist das der richtige Ort, wenn du dich vegetarisch oder vegan ernährst. Neben leckerem Essen (wir haben dort ein paar Mal gegessen) gibt es auch Gerichte zum Mitnehmen und eine gute Auswahl an lokalen Weinen.
- Garrafeira da Vila (Madalena) zum Probieren von gutem Pico-Wein (vor allem Weißwein)
- Magma (São Roque do Pico): Restaurant der Lava Homes, wunderschöne Aussicht auf das Meer und São Jorge. 50 € für 2 Personen mit zwei Gängen, zwei Gläsern Wein und Dessert.


- Casa Âncora (São Roque do Pico): Ehrlich gesagt waren wir, obwohl das Lokal echt schön ist und ein skandinavisches Design hat, das man mitten in São Roque do Pico nicht erwartet, aufgrund unserer hohen Erwartungen ein bisschen enttäuscht. Das Essen ist gut, aber durchschnittlich, und die Preise sind etwas überdurchschnittlich. 50 € für 2 Vorspeisen, Hauptgericht und Dessert. Das Beste war das Dessert (Brownie).


- Georgette (in der Nähe von Calheta de Nesquim): Wir haben für einen besonderen Abend reserviert und waren begeistert. Ein französisches Paar, das sich auf Pico niedergelassen hat, hat diesen Ort mit unglaublicher Aussicht auf den Atlantik ausgewählt, um uns mit ihren originellen Gerichten aus lokalen, biologischen und saisonalen Produkten zu verwöhnen. Die Speisekarte wechselt jede Woche und besteht aus 3 Vorspeisen, 3 Hauptgerichten und 3 Desserts (Fleisch, Fisch und vegetarisch). Die Preise variieren je nach Bestellung zwischen 15 € für ein Hauptgericht und 21 € für Vorspeise + Hauptgericht + Dessert, Getränke nicht inbegriffen. Es ist wichtig, so früh wie möglich zu reservieren, da es sich um ein kleines Lokal mit einer wunderschönen Terrasse handelt, von der aus man mit etwas Glück sogar Delfine beobachten kann.



- Fonte Tavern (Lajes do Pico): Von den Besitzern von Aldeia da Fonte, Tapas-Lokal mit lokalen Produkten, alles originell und sehr lecker, mit vegetarischen und veganen Optionen. Wir haben 12 € pro Person bezahlt, als wir uns die Tapas mit Tiago und Diana geteilt haben.
- Aldeia da Fonte (Silveira): Gehört zum Hotel, wurde uns empfohlen, aber wir waren nicht dort.
- O Galeão (São Caetano): Von Nuno (Atipico) empfohlen, um die Peixe-Suppe zu probieren.
- Ponta da Ilha (Ponta da Ilha): Wir haben es nicht geschafft, dorthin zu gehen, aber es wurde uns in der Lodge Vinhas do Calhau empfohlen.
- Atlantic Brine: Das ist kein Restaurant, sondern ein Erlebnis. Es gibt keine Speisekarte und keine Tische, sondern ein Abendessen mit Vorspeisen, Fisch, Wein, Kaffee und Dessert bei Ana und Filipe zu Hause. Treffpunkt ist um 19 Uhr und das Abendessen dauert etwa 3 Stunden, wie es bei Abendessen unter Freunden üblich ist. Es kann für 2 Personen (zu 75 € pro Person) oder maximal 3 oder 4 Personen (zu 65 € pro Person) gebucht werden. Wir waren nicht dort, weil wir es zu spät entdeckt haben, aber wir haben es uns für das nächste Mal vorgemerkt.
Reiserouten auf Pico
Wie du sicher schon gemerkt hast, wenn du unseren ganzen Inselführer gelesen hast, gibt es auf Pico so viele tolle Orte zu entdecken, dass du mindestens fünf Tage brauchst, um alles zu sehen.
Deine Reiseroute hängt davon ab, ob du den Piquinho besteigen willst oder nicht: Wenn ja, solltest du dafür den guten Teil eines Tages einplanen.
RandomTip: Wenn du den Piquinho besteigen willst, kann das Wetter deine Erfahrung stark beeinflussen. Obwohl es unmöglich ist, gutes Wetter zu garantieren, solltest du, wenn du außerhalb der Hochsaison reist, versuchen, flexibel zu sein, um die Nacht/den Tag mit dem besten Wetter (weniger Wind und Wolken) für die Besteigung auszuwählen. Wenn du mit einem Guide unterwegs bist, musst du dich vorher erkundigen, ob er verfügbar ist und ob noch andere Leute dabei sind (in der Hochsaison musst du das Risiko eingehen und den Tag im Voraus buchen, da die Genehmigungen begrenzt sind). In unserem Fall waren wir Ende Mai, Anfang Juni (als noch keine Hochsaison war) auf Pico und haben jeden Tag Windy gecheckt. Wir haben uns einen Tag ausgesucht, an dem die Bedingungen sehr vielversprechend waren (0 Wind und 0 Wolken), und hatten großes Glück, denn das Wetter war perfekt und die Sicht vom Piquinho perfekt, um den Sonnenaufgang und die nahe gelegenen Inseln zu sehen.

Da wir nicht immer so viel Zeit haben, um die Insel zu erkunden, machen wir dir unterschiedliche Vorschläge für Reiserouten von 3, 5 und 7 Tagen.
Was man in 2 oder 3 Tagen (einem Wochenende) auf Pico unternehmen kann
Ein Wochenende ist sehr wenig Zeit für Pico. Wenn das bei dir dennoch der Fall ist, empfehlen wir dir, dich zu entscheiden: Entweder bleibst du in einer einzigen Gegend oder du nimmst in Kauf, dass du etwas Zeit im Auto verbringen wirst, und besuchst mehrere Orte auf eine etwas lockerere Art und Weise (in diesem Fall empfehlen wir dir, früh aufzustehen!).
Hier ist eine angepasste Reiseroute für ein Wochenende mit einer Besteigung des Piquinho.
Reiseplan für Pico 2 bis 3 Tage mit Besteigung des Piquinho
- Tag 1: Ankunft und Check-in in der Lodge. Leichter Wanderweg in Criação Velha, um die Weinberge von Pico und die berühmte rote Mühle mit dem Berg im Hintergrund aus der Nähe zu sehen. Früh ins Bett gehen, um vor der Besteigung ein paar Stunden Schlaf zu bekommen.
- Tag 2: Früh morgens Aufstieg auf den Piquinho, um den Sonnenaufgang vom Gipfel aus zu beobachten und dann wieder abzusteigen. Mittagessen in Madalena oder Umgebung und bei gutem Wetter Erholung für die Beine vom Aufstieg in einem natürlichen Pool.
- Tag 3: Walbeobachtung am Morgen in Lajes do Pico, am Nachmittag kannst du, wenn du Zeit hast, ein anderes Programm wählen (Museo do Vinho, Gruta das Torres usw.).

Aktivitäten auf Pico in 4 bis 5 Tagen
Wir denken, dass 4 oder 5 Tage ideal sind, um Pico zu besuchen, möglichst viele Ecken zu erkunden und auch etwas Zeit zum Entspannen zu haben.
Hier ist unser vorgeschlagener Reiseplan (einschließlich der Besteigung des Piquinho):
4-5-tägige Pico-Reise mit Besteigung des Piquinho
- Tag 1: Ankunft und Check-in in der Unterkunft. Besuch von Lajido und seinen Museen, Mittag-/Abendessen im Magma.
- Tag 2: Walbeobachtung am Morgen in Lajes do Pico, anschließend Besuch der Lagunen der Insel und Fahrt über die Längsstraße.
- Tag 3: Früh morgens Besteigung des Piquinho bei Nacht, Sonnenaufgang auf dem Gipfel und Abstieg. Mittagessen in Madalena oder Umgebung und bei gutem Wetter Erholung der Beine vom Aufstieg in einem natürlichen Pool. Besuch von MiratecArts.
- Tag 4: Morgens leichte Wanderung in Criação Velha, um die Weinberge von Pico und die berühmte rote Mühle mit dem Berg im Hintergrund zu sehen. Nachmittags Museo do Vinho und Gruta das Torres.
- Tag 5: Rundwanderung in Calheta de Nesquim. Wenn du noch Zeit hast, such dir ein zusätzliches Programm aus diesem Inselführer aus.

Was man in einer Woche (7 Tagen) auf Pico machen kann
Eine Woche auf Pico ist die perfekte Zeit für die Insel, egal ob du im Sommer kommst (um die natürlichen Pools zu erleben) oder im Winter, um etwas Spielraum und Flexibilität zu haben, falls das Wetter mal nicht so gut ist.
Für deine 7-tägige Reiseroute auf Pico kannst du die 5-tägige Reiseroute nutzen, einige natürliche Pools und Orte hinzufügen, die wir hier im Inselführer aufführen, oder einfach die gleichen Pläne etwas ruhiger angehen lassen, um den Urlaub entspannter zu genießen.

Transport: Miete ein Auto auf Pico
Wie auf allen Inseln der Azoren halten wir es auch auf Pico für unerlässlich, ein Auto zu mieten, um die Insel in all ihren Aspekten erkunden und einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten besuchen zu können (die nicht immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind).

Wir haben unser Auto sowohl auf Pico als auch auf den anderen Inseln bei Autatlantis gemietet, und alles war perfekt: Die Betreuung bei der Ankunft war schnell und effektiv, das Auto (ein blauer Citroen C3) war wie neu und wir hatten keine Probleme. Praktisch alle Unternehmen haben eine Selbstbeteiligung in der Versicherung, und Autatlantis ist eines der Unternehmen mit der niedrigsten Selbstbeteiligung (700 €, im Vergleich zu 1300-1500 € bei anderen Unternehmen).
Wenn bei Autatlantis keine Verfügbarkeit besteht, kannst du andere Unternehmen mit Verfügbarkeit für deine Reisedaten in Vergleichsportalen wie DiscoverCars vergleichen. Denk daran, die Mietbedingungen jedes Unternehmens durchzugehen (Selbstbeteiligung, Versicherungsschutz, Kraftstoffpolitik, Bewertungen…) und nicht nur nach dem Preis zu schauen.

Wenn du vor Rückgabe des Autos tanken musst, weil du einen frühen oder späten Flug/eine frühe oder späte Fähre hast, gibt es hier eine Galp 24h-Tankstelle (Selbstbedienung).
Wenn du Wanderwege gehen möchtest, die keine Rundwege sind, ist es am einfachsten, das Auto am Ende des Wannderwegs stehen zu lassen und ein Taxi zu bestellen, das dich dort abholt und zum Anfang des Wanderwegs bringt. Wir haben das auf dem Wanderweg Criação Velha gemacht, hier ist die Kontaktnummer des Taxifahrers: Antonio Silva(+351917537913). Falls Antonio nicht antwortet oder nicht verfügbar ist, findest du hier eine Liste aller Taxifahrer auf der Insel.

Wie viel kostet eine Reise nach Pico?
Wie immer ist es echt schwierig, ein allgemeines Budget anzugeben, da das stark von deinem Reisestil abhängt. Wir können dir aber eine Orientierungshilfe geben, damit du dein Budget selbst berechnen kannst:
- Flüge: Du kannst Flüge ab 120 € für einen Hin- und Rückflug von Lissabon nach Pico finden, aber das hängt davon ab, wie weit im Voraus du buchst. Wenn du aus Spanien anreist, musst du entweder eine Reise nach Lissabon oder einen Flug nach São Miguel (derzeit nur im Sommer von Madrid und Barcelona aus) hinzufügen und von dort aus mit Sata nach Pico fliegen.
- Mietwagen: zwischen 25 und 30 € pro Tag für das günstigste Auto (je nach Unternehmen und Anzahl der Tage)
- Unterkunft: ab 45 € pro Nacht für ein Zimmer mit eigenem Bad oder ein Apartment mit Küche.
- Restaurantbesuche: zwischen 15 € und 25 € pro Person
- Aktivitäten: 25 € pro Person für die Besteigung des Piquinho auf eigene Faust (75 €, wenn du es mit einem Guide machst). Ab 50 € pro Person für Walbeobachtung.
Insgesamt kann eine einwöchige Reise nach Pico mit einem Mietwagen zwischen 500 und 700 € pro Person kosten (mit den günstigsten Optionen für Auto, Unterkunft und Restaurants), je nachdem, ob du auswärts isst und ob du den Piquinho auf eigene Faust oder mit einem Führer besteigst.

Nützliche Apps für Reisen auf Pico
Wir empfehlen dir einige Apps, die du auf deinem Handy installieren solltest und die für deine Reise nach Pico nützlich sein werden:
- SpotAzores (Android / iOS / Web): Hier kannst du alle vorhandenen Webcams an verschiedenen Punkten der Inseln sehen, um zu erfahren, wie das Wetter ist. Da das Wetter sehr wechselhaft ist und es in einem Teil der Insel regnen und in einem anderen Teil sonnig sein kann, ist diese App der schnellste Weg, um sich zu vergewissern und unnötige Fahrten zu vermeiden.
- Windy (Android / iOS / Web): Eine unverzichtbare App für unsere Reisen, vor allem auf den Azoren. Damit kannst du Vorhersagen für Regen, Wolken, Wind usw. sehen, um deine Tage je nach Wetter zu planen (da es Orte gibt, die je nach Wetter viel an Attraktivität verlieren). Natürlich sind die Vorhersagen nicht 100 % zuverlässig. Die App zeigt auch die verfügbaren Webcams an.
- GoogleMaps (Android / iOS): Diese App nutzen wir, um alle Orte zu speichern / zu klassifizieren, die wir besuchen wollen / besucht haben, und als GPS in Mietwagen. Du kannst die Meinungen anderer Leute zu den Orten, Fotos, Speisekarten von Restaurants, Telefonnummern der Orte usw. sehen.
- Maps.me (Android / iOS): Eine App, die Google Maps ähnelt, aber offline funktioniert (obwohl Google Maps auch offline funktionieren kann) und in vielen Fällen Informationen enthält, die Google Maps nicht hat, insbesondere was Wanderwege angeht. Nützlich, wenn du eine Wanderung machen möchtest, um dich zu orientieren, die Route von der offiziellen Website der Azoren-Wanderwege herunterzuladen (klicke auf Downloads->GPS) usw.

Empfehlungen, um Pico als verantwortungsbewusster Tourist zu erleben
- Bei der Walbeobachtung solltest du dich an die Verhaltensregeln der Agentur halten und misstrauisch sein, wenn Maßnahmen wie die folgenden nicht beachtet werden: Verbot des Schwimmens mit Delfinen; reduzierte und konstante Geschwindigkeit des Bootes und ein Mindestabstand von 50 Metern zum Tier; Vermeidung der Anwesenheit mehrerer Boote in einem Umkreis von 150 Metern um die Gruppe von Walen und keine Verweildauer von mehr als 10 Minuten bei demselben Tier.
- Verhindere die Störung, Verschmutzung und Zerstörung der Nistplätze von Seevögeln. Die „Cagarros” sind Zugvögel, die auf den Azoren nisten und die dich auf deiner Reise mit ihrem besonderen Gesang „awa awa” begleiten werden, als würden sie den Refrain des Songs „Video Killed the Radio Star” singen. Um zu verhindern, dass junge Sturmtaucher gefangen oder auf der Straße überfahren werden, fördert die Regierung der Azoren jedes Jahr die SOS-Cagarro-Kampagne, über die du dich bei deiner Ankunft auf dem Archipel informieren solltest.
- Versuche niemals, ein Tier zu berühren oder zu füttern – mach dich nicht zum Komplizen von Tierquälerei!
- Kauf keine Handwerkskunst, die aus Meerestieren hergestellt oder aus dem Meer gewonnen wurde (z. B. Delfinzähne, Schildkrötenpanzer, Haifischkiefer, Pottwalelfenbein, …). Der Elfenbeinhandel, derzeit das einzige wertvolle Produkt des Pottwals, ist immer noch ein Argument für Jäger. Kauf lieber lokale Handwerkskunst aus alternativen Materialien wie Holz, Stein oder pflanzlichem Elfenbein.
- Wenn du die Insel im Sommer besuchst und im Meer badest, denk daran, dass du manchmal auf Quallen (Aguaviva) oder die portugiesische Galeere triffst, deren Stich schmerzhaft und gefährlich ist. Das Gute daran ist, dass diese im Wasser treiben und leicht zu erkennen sind, aber wenn du eine siehst, verlasse sofort das Wasser und warne andere Personen. Falls du von einer dieser Tiere gestochen wurdest, ist es sehr wichtig, dass du diese offiziellen Empfehlungen befolgst: Kratze nicht an der Stelle des Stichs (um eine Ausbreitung des Giftes zu verhindern); reinige die Stelle nicht mit Süßwasser oder Alkohol, sondern nur mit Meerwasser und sehr vorsichtig; und falls es sich um einen Stich einer Portugiesischen Galeere handelt, suche so schnell wie möglich einen Arzt auf.
- Respektiere andere Menschen und die Insel: Spiel deine Musik nicht laut am Strand oder im Naturpool (wenn du Musik hören möchtest, bring Kopfhörer mit), hinterlass keinen Müll, wirf keine Zigarettenkippen weg usw. Hinterlass den Strand in einem besseren Zustand, als du ihn vorgefunden hast (wenn du Plastik findest, heb es auf).
- In einigen Gebieten kann das Baden aufgrund starker Strömungen gefährlich sein. Sei nicht wagemutig.
- Schließ immer eine Reiseversicherung ab: Arztkosten, Diebstahl oder Probleme mit deinem Flugzeug auf einer Reise können dich viel Geld kosten, daher ist es ideal, eine Reiseversicherung abzuschließen. Wir nutzen immer IATI und empfehlen es weiter. Wenn du deine Versicherung über diesen Link abschließt, bekommst du 5 % Rabatt.

Checkliste: Was du für Pico in deinen Rucksack/Koffer packen solltest
Hier ist eine Liste mit Dingen, die du auf deiner Reise auf keinen Fall vergessen solltest:
- Wenn du den Aufstieg (und Abstieg) zum Piquinho, dem höchsten Punkt Portugals, planst, denk daran, alles Notwendige mitzunehmen, was wir hier in einem speziellen Abschnitt besprechen.
- Eine wiederverwendbare Wasserflasche wie eine von diesen hier, um immer Einwegplastik zu vermeiden und stets Wasser dabei zu haben.
- Eine gute Kamera, um deine Abenteuer aufzunehmen. Bei Randomtrip haben wir eine Sony ZV-E10 und eine GoPro Hero12 Black (für Unterwasseraufnahmen) dabei.
- Eine Powerbank: Viele Fotos zu machen, belastet deine Akkus stark, daher ist es immer eine gute Idee, eine Powerbank dabei zu haben. Bei Randomtrip reisen wir mit diesen beiden (Anker 20000 mAh und Anker 10000 mAh), mit denen wir sowohl unsere Handys als auch unsere Kameras aufladen können.
- Badeschuhe wie diese hier, damit du dir im Wasser oder auf dem Meeresboden nicht die Füße verletzt. Denk daran, dass es auf den Azoren viele Pools aus Vulkangestein oder Kieselstrände gibt, daher solltest du deine Badeschuhe immer dabei haben, um leichter ins Wasser gehen zu können.
- Wanderschuhe, denn die beste Art, die Azoren kennenzulernen, ist das erwandern der Wanderwege. Bei Randomtrip verwenden wir diese von Columbia.
- Schnorchelausrüstung (Maske und Schnorchel) wie diese hier, ein Muss auf dieser Reise, um den Meeresgrund zu sehen.
- Wasserdichter Rucksack wie dieser hier, sehr nützlich, um deine Kameraausrüstung, dein Handy und deinen Geldbeutel auf Bootsausflügen (oder auch am Strand bei Flut) vor Nässe zu schützen.
- Sonnencreme: Achte immer auf eine korallenfreundliche Sonnencreme, d. h. eine, die deine Haut schützt, ohne Meeresökosysteme zu schädigen. Inhaltsstoffe wie Oxybenzon und Octinoxat sind für Korallen schädlich sind, schau darauf, dass deinen Sonnencreme sie nicht enthält. Außerdem sollte die Sonnencreme nicht an Tieren getestet worden sein.
- Mückenschutz: wie dieser hier, er sollte mindestens 15 % DEET enthalten.
- Schnelltrocknendes Handtuch wie dieses hier, das nicht viel Platz im Gepäck einnimmt.
- Ein Cappy oder eine Mütze (wie diese hier) und eine Sonnenbrille, um dich vor der Sonne zu schützen.
- Wind- und wasserdichte Jacke: wie diese hier, um dich vor den plötzlichen Wetterumschwüngen auf den Azoren zu schützen.
- Erste-Hilfe-Set: In unserem Erste-Hilfe-Set befinden sich immer ein Mittel gegen Seekrankheit (wie Biodramine gegen Seekrankheit auf Booten), Antibiotika, Medikamente gegen Durchfall (und ein Probiotikum zur schnelleren Genesung), Antihistaminika, Schmerzmittel und Fiebermittel.
- Reiseversicherung: Reise immer mit einer Reiseversicherung. Wir arbeiten mit verschiedenen Reiseversicherungsgesellschaften zusammen, sodass du bei einigen von ihnen einen Rabatt erhalten kannst:
Obwohl du dich auf einer Insel befindest, auf die die meisten Besucher zum Wandern oder zum Besteigen des Piquinho kommen, hatten die einzigen beiden Sportgeschäfte auf der Insel, als wir im Juni dort waren, absolut nichts, was man zum Bergsteigen braucht (z. B. Jacken, Stiefel, Daunenjacken, Thermoshirts, Mützen, Handschuhe). Mit anderen Worten: Wenn du die Insel im Frühling oder Sommer besuchst und nicht auf eine Bergbesteigung vorbereitet bist, wirst du in den Geschäften nichts für den Winter oder für Bergbesteigungen finden. Auch gab es keine Möglichkeit, eine Taucherbrille oder einen Schnorchel zu finden. Bring alles, was du brauchst, mit auf die Insel oder stell sicher, dass dir die Person, mit der du die Besteigung machst, die Ausrüstung leihen kann.

Mit deiner Anziehungskraft, Pico, geht es uns wie mit guten Freundschaften: Es wird kein „longe da vista, longe do coração” („aus den Augen, aus dem Sinn”, wie es im Portugiesischen heißt) sein. Auch wenn wir dich seit unserem Abschied mit unseren Augen suchen, werden wir dich immer in unserem Herzen tragen.
„Niemand ist an einem Ort so fremd wie jemand, der nach langer Abwesenheit an den Ort seiner Kindheit zurückkehrt.“
Judite Jorge, Dichterin, wurde 1965 auf der Insel Pico geboren.
Wir möchten uns bei zwei sehr netten Nunos bedanken. Bei Nuno von Atipico, dank dem der Aufstieg (und vor allem der Abstieg) vom Piquinho nicht nur angenehm, sondern auch sehr unterhaltsam war. Und bei Nuno von Turismo de Pico für das Kompliment zu unserer Arbeit und dafür, dass er uns geholfen hat, ein paar falsche Angaben im Inselführer zu korrigieren.
Haftungsausschluss: Autatlantis hat uns mit einem ihrer Fahrzeuge dabei geholfen, die Insel Pico zu erkunden, aber alle in diesem Beitrag geäußerten Meinungen und Informationen sind unsere eigenen.
